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Stücke von anderm Gummi rc. mit Myrrhentinctur befeuchtet, undganz verwerflich.
Gepulvert erscheint die Myrrhe als ein nur locker zusammenhängendes,bramigelbes, etwas glänzendes Pulver, wie mit einem fetten Oele getränkt. -
In der Wärme schmilzt die Myrrhe nicht, sie läßt sich aber amLichte entzünden, und brennt mit Heller Flamme. In Wasser, Wein,Bier und Essig ist sie anflöslicher als in Weingeist. Die Oele wirkennicht merklich darauf, in versüßten Säuren aber und in ammoniakhal-tigem Weingeiste, so wie in Kalkwasser ist sie fast völlig auflöslich.
Nach Pelletier besteht die Myrrhe aus Harz, welches auch äthe-risches Oel enthält, 34, und auflöslichem Gummi 68.
Eine vollständige Analyse verdanken wirBrandes (Almanach 1819.
S. si. und Berl. Iahrb. XXII. S. 275.1; nach derselben enthalten 500Lh, auserlesene Myrrhe: ätherisches Oel 13; Balsamharz 111,20; Halb-harz, nur in Alkohol löslich, 27,80; Gummi mit Spuren von benzosst,ärfelst, Phosphors, und schwefelst Kali- und Kalksalzen 271,92; Traganth-stoff 46,83; vegetabilisch-thierische Materie, eine Spur von schwefelstund äpfels. Kali - und Kalksalzen, 3; Aepfelsäure, Benzoösäure undEssigsäure an Kali und Kalk gebunden 3; sauren äpfels. Kalk und benzves.Kali 0,75; fremde Beimischungen 8; Feuchtigkeit 17. 8. -- 5nr,sn.
Das ätherische Oel zeigte sich zum Theil auf dem Wasser schwimmend,zum Theil zu Boden sinkend; doch senkte sich auch bald das erste zu Boden,wahrscheinlich verdichtet durch etwas aus der Luft angezogenen Sauerstoff,wobei es seine weiße Farbe in die gelbe verändert. In dem Balsamharze,nebst dem ätherischen Oele, scheinen alle Kräfte der Myrrhe concentrirtzu seyn, denn letzteres zeichnet sich durch einen anfangs gelind bittern, myr-rhenhasten, nachher stark bittern und dabei stechenden Geschmack aus.
Die Myrrhe ist, sowohl innerlich als äußerlich angewandt, in Pulver-form, im geistigen und wäßrigen Auszuge, ein sehr wirksames Arzneimittel.
Die Beeren. Heidelbeeren. Blaubeeren.
Bickbeeren.
Vsccinium lVl^rtillus Oinn, Gemeine Heidelbeere.
Abbild. Düsscld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. VI. Taf. 11.
Hayne Arzn. Gew. Bd. II. Taf. 7.
8z^t. rexusl. 61 VIII. Orck. 1. Oclznckria Vkonogz-nis.
Orä. nstursl. Oriese äuas. gen, Vsociniese O6.
Der kleine gemeine Heidelbeerstrauch, eine perennirende Pflanze, wächstin den bergigen, schattigen, trocknen Waldungen, Gehölzen und HeidenDeutschlands, Frankreichs und Englands, so wie auch noch in mehrerenandern Ländern des nördlichen Europas sehr häufig.
Die Wurzel ist holzig, hart, dünn, faserig, und pflanzt sich gewöhn-lich ziemlich weit unter der Erde kriechend fort. Der strauchartige eckige