sVstruin muristieum
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der Varecsodaaus der Nvrmandie einen Phosphorgehalt bemerkt, welcherin Körnern von sehr verschiedener Größe, nämlich von dem »«meßbarenUmfange eines feinen Staubes bis zu dem Vierfachen des Volumens einerErbse, von denen die größeren mit einer schwarzen Hülle umkleidet sind,vorkommt, und eine eigenthümliche, mit Phosphor übersetzte, noch näherzu bestimmende, metallisch - erdige (?) Phosphorverbindung zu seyn scheint,die aber so reich an Phosphor ist, daß die Körner oder Steinchen, zwischenden Fingern gerieben, diese mit einer leuchtenden Materie bekleideten, wobeisich ein starker Pbosphorgeruch entwickelte. Um die Menge der fremdarti-gen Beimischungen, oder vielmehr den Gehalt an reinem Natron in einerfraglichen Sorte Soda zu bestimmen, muß diese in Wasser aufgelöst, dieAuflösung filtrirt und die Sättigung mit Schwefelsäure auf dieselbe Weise,wie bei K»Ii varkvmcum cruüum, bewirkt werden. 6 z Th. cvncentrirleSchwefelsäure zeigen dann 4 Th. ätzendes, völlig wasserfreies Natron an.Würden also z. B. 20 Th. käufliche Soda 6 z Th. concentrirte Schwefel-säure zur völligen Sättigung erfodern, so wären in diesen 20 Th. roherSoda nur 4 Th. ätzendes Natron enthalten. Wenn aber die Soda, wiefast immer der Fall ist, schweffigsaures Natron enthält, so giebt diese Probeden Gehalt an Natron zu hoch an, weil das auflvsliche schwefiigs. Natrondurch die Schwefelsäure zersetzt wird, ehe sich der Neutralisa tionspunkl durchdie gewöhnlichen Mittel auffinden läßt. Die zur Probe bestimmte Sodamuß daher vorher mit etwas chlorsaurem (orpdirtsalzs.) Kali geglüht weiden.Dieses Salz giebt in der Hitze Sauerstoffgas aus, durch welches die schwef-lige Säure in Schwefelsäure und das Salz in schwefelst Natron umgeän-dert wird, so Laß nun die Menge der zur Sättigung erfoderlichen Schwefelsäu-re mit Sicherheit auf den wirklichen Nakrongehalt der Soda schließen läßt.
Zum pharmaceutischen Gebrauche wird indessen die rohe Soda nicktverwendet, sondern nur das aus derselben oder aus andern Zubereitungengezogene krystallinische Salz, welches jedoch noch salzige Verbindungen ent-hält, und also noch einer Reinigung bedarf.
IVskrum mui'igtiouirl 86U 8«1 eulinsre. Olrlorotum
Nsti-ü. Salzsaures Natron oder Küchensalz.
Wird in unsern Salzwerken durch Verdampfung der Salzsoolebereitet.
Kleine kubische, gemeiniglich hoble Pyramiden darstellende, weiße,durchscheinende, in drei Theilen Wasser auflösliche, im Feuer ver-knitternde Krystalle. Das salzsaure Natron besteht aus Natriumund Chlor, oft mit eingemischter salzsaurer Magnesia und schwe-felsaurer Kalkerde. Der Luft ausgesetzt werde es nicht gar zufeucht, und in wenigem Wasser aufgelöst lasse es nicht eine zugroße Menge fremdartiger Körper fallen.