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lVne>8ta. Das Oel. Muskatöl. Muskatbalsam.
Wird durchs Auspressen aus den Nüssen der l^ristioa mo-ooiista Oinn. in Ostindien bereitet.
Ein ätherisch-fettes, festes Oel, braun und weiß gestreift, .leichter als Wasser, von angenehmem Gerüche, in siedendemSchwefeläther anflöslich mit klarer Auflösung. Man sehe dar-auf, daß es nicht mit Talg verfälscht sey, welches in Schwefel-äther aufgelöst eine trübe Auflösung giebt.
Der Muskatbalsam (Oleum Igucistae exprerrum. Lslrsmum bkiicistae),wird auf den Inseln, wo der Muskatnußbaum (vergl. lVlseir) wächst, be-reitet, indem man die gestoßenen und in einem Beutel enthaltenen Muskat-nüsse heißen Wasserdämpfen aussetzt, und zwischen einer erwärmten Presseauspreßt. Eine fast gar nicht im Handel mehr vorkommende Sorte ist derKindische Mußkatbalsam, der in steinernen Krugen zu uns kommt, einedickliche butterartige Consistenz, eine rothgelbe Farbe, wie die Muskatenblu-men, einen kräftigen Muskatengeschmack und einen angenehmen starken Ge-ruch hat. Die geringere, jetzt gebräuchliche Sorte bildet ziemlich harte, feste,glatte, viereckige Stücke, hat eine röthlichgelbe marmorirte Farbe, einenschwächeren Geruch, und scheint zum Theil aus Muskatnüssen ausgepreßtzu seyn, von denen das ätherische Oel schon abdestillirt worden.
Schrader (Berl. Jahrb. 1804. S. 8z.)erhielt ausiSTH. käuflichenMuskatbalsams: 7 Th. einer weißen geruchlosen pulverartigen Substanz,welche sich kalt weder in Aether noch in Alkohol auflöste, übrigens sich wieTalg verhielt; 8z Th. einer bräunlichgelben, weichen, fettigen Substanz,welche sich auch kalt in Aether und Alkohol auflöste, und § Th. ätherischenöels. Versuche mit selbstgepreßtem Balsam geben ähnliche Resultate.
Mögliche Verfälschungen können mit Rindermark, gelbem oder weißemWachse und Wallrath seyn. Im ersteren Falle wird der Rückstand von derBehandlung mit Aether und Alkohol in der Kälte nicht so trocken und pul-verig, sondern mehr fettig seyn. Wallrath wird aus dem heißen Alkoholi» Gestalt von glänzenden Blättchen sich niederschlagen. Gelbes Wachs wirdden Rückstand von der in der Kälte gemachten Auflösung gelb färben; wei-ßesWachs in der Wärme in Alkohol sich nicht so leicht auflösen, und inallen diesen Fällen das Verhältniß der Bestandtheile anders ausfallen, alsdas vonSchrader gefundene. Auch Bley (Trommsd.N. I. Xl V. 1827 .S- 8g.) hat einige vergleichende Versuche über käufliches und über laus vonWürmern etwas gestochenen Muskatnüssen) selbst gepreßtes Muskatnußölangestellt, und schließt aus denselben, daß das käufliche Oel Wallrath ent-halte. Ferner glaubt derselbe, deutliche Spuren von Schwefel erhalten zuhaben, denn sowohl mit Blei- als mit Wismuthsalzen getränkte Leinwand-streifen, die im Desilllationsapparate angebracht waren, wurden schwärzlich