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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Olibanum

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sich fast alle gegen die Spitze der Aeste hin. Die Blättchen sind abwech-selnd kurzgestielt, länglich, stumpf, gesägt und 1 — 1; Zoll lang. Diekleinen, blaßgelblichen Blumen stehen in den Blattwinkeln in einfachenaufrechten Trauben.

Dieser Baum liefert nach Cvlebrvoke den Weihrauch, welcherschon in dem Alterthume bekannt gewesen ist, wo man ihn der Gottheitzu Ehren in den Tempeln brannte, welcher in die katholische Kircheübergegangene Gebrauch in der fast bei allen Völkern üblichen Sitte,Thiere zu opfern, wodurch die Tempel mit übelriechenden Dämpfenangefüllt wurden, seinen Ursprung hat. Jener Weihrauch ist, wienicht ohne Grund angenommen wird, eine unserm Olibanum ähnlicheharzige Masse, welches wahrscheinlich von verschiedenen andern Pflanzenherstammt, da unser Olibanum (von Oleum und bük-mo») nicht ausLstindien, sondern aus Kleinasien und Arabien zu uns kommt, undM mehreren daselbst wachsenden Wachholderarten, hauptsächlich vondem lyrischen Wachholder (lluniper,» ITnn.), nach LamarckM Uslsl oder Katsk l-chrrKLl herzustammen scheint.

Das Olibanum besteht aus rundlichen, getropften, zum Theil knol-ligen oder traubenförmigen Stücken von der Größe einer Bohne bis zuder einer Wallnuß, die durchscheinend, blaßgelb, mit einem weißen Stau-be bedeckt, auf dem Bruche matt und splittrig, übrigens trocken, sprödeund leicht zerbrechlich sind. Der Geschmack ist etwas scharf bitterlich,der Geruch etwas süßlich balsamisch-harzig, etwas terpenthinartig.Spec. Gew. —1,221. Zwischen den Zähnen ist es anfangs spröde, nacheiniger Zeit aber hängt es sich an dieselben an, wird zähe und weich,miß, einigermaßen wie der Mastir, und macht den Speichel milchig.

Eine schlechtere Sorte besteht aus größeren, gewöhnlich zusammen-geklebten, nicht so trocknen, unreinen Stücken und heißt im HandelOlibznum in 501-tir. Eine Verfälschung mit gemeinem Fichtenharzeerkennt man an der dunklern mehr rothbraunen Farbe und an dem un-angenehmen Harzgeruche, wenn es auf Kohlen gestreut wird.

Der Weihrauch nähert sich den Gummiharzen, denn gepulvert unduut Wasser gerieben giebt er eine in kurzer Zeit Harz absetzende Milch.Pfaff erhielt von 600 Gran Weihrauch 320 Gran reines Harz undM Gran einer dem arabischen Gummi ähnlichen Substanz. Am Lichtebrennt es mit einer schönen weißen Flamme, und verbreitet auf glü-hende Kohlen geworfen einen starken angenehmen Geruch. Bei der De-stillation giebt es etwas weniges ätherisches Oel.

Nach einer Analyse von Bracvnnot enthalten ino Th. Weih-rauch: in Alkohol auflösliches Harz 5S,o; in Wasser auflösliches Gum-"U3n,8; in Wasser und Alkohol unauflöslichen Rückstand, welcherMhrfcheinlich ein in dem letzteren unauflösliches Harz enthält, 5,r;ätherisches blaßgelbes Oel und Verlust 8,0.

Der Weihrauch wird bloß zur Räucherung gebraucht.

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