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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Olivae

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0ÜVS6. Das Oel. Olivenöl, Baumöl.

Wird aus den Früchten der OIvs Luropass I.INN., eines immittägigen Europa einheimischen Baumes, durch Auspresse»bereitet.

Ein fettes, gelbliches oder grünliches Oel von o,9is spec.Gew. Bei einer Warme unter geht es in eine körnig-kry-stallinische Masse. Das aus der Provinz Narbonne gebrachte(sogenannte Provenceröl) weiße oder gelbliche, geruch- und ge-schmacklose Oel werde zum innern Gebrauch, und wo es vorge-schrieben wird, angewandt. Man hüte sich vor dem mit Blei-vryd, Schwefelsäure und andern Oelen verunreinigten Oele.

oiea europsea kUlin. Der gemeine Oelbaum.

Öles rati'v» et Olestker Hoflmigg.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. III. Taf. 17 .

Hapne Arzn. Gew. Bd. X. Taf. in.rexusl. LI. II. Or<I, 1. OisnüriA lVlonog^nia.

Orcl. nalursl. Isrminese llurr. Oleinae kl. ?ortug.

Der Oelbaum wurde von den Alten in großer Verehrung gehalten.Er war ein Zeichen des Friedens, und mehreren Gottheiten, bei den Grie-chen der Minerva, geheiligt. Man glaubt, daß die Phönicier 68v Jahrvor Chr. Geb., als sie in der Provence Colonien anlegten, diesen ursprüng-lich in Asien einheimischen Baum nach Marseille gebracht haben, von >voer sich ausbreitete. Jetzt wächst er häufig im nördlichen Afrika und in densüdlichen Ländern Europas, vorzüglich in Portugal, Spanien, Frankreichund Italien. In mehreren Gegenden dieser Länder wird er mit der größ-ten Sorgfalt cultivirt, wodurch, wie bei unsern Obstarten, viele Varietätenentstanden sind. Eine große Kälte kann er nicht vertragen, er liebt eine»dürren, steinigen Boden und soll ein hohes Alter erreichen.

Er ist von mittelmäßiger Große, sein Holz hart und geädert, die Wur-zel oft angenehm marmorirt. Die Aeste sind sehr glatt, von graulicherFarbe, und mit gegenüberstehenden, bleibenden, harten, festen, ganz unge-theilten, lancettförmigen Blättern besetzt, welche oben glatt und grün, un-ten weiß und seidenartig sind. Die Blüthen sind weiß, klein, wohlriechend,und zuweilen einzeln, öfter aber in kleinen, gedrängten Trauben in de»Blattwinkeln stehend. Die Frucht, eine Steinfrucht, ist dunkelgrün, glatt,einfächrig, länglichrund, fleischig, sehr ölig, und enthält eine harte, läng-liche , gefurchte Nuß, die einen weißen süßen Kern einschließt.

Der Oelbaum blüht im Mai und Juni, und die Früchte reifenim October und November.

Die Früchte dieses Baumes haben das Besondere, was sie fast »o«allen übrigen Steinfrüchten unterscheidet, daß sie eben sowohl in ihrer