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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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748
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748 Opium

Pfaff (Trommsd. N. I. vil. i. S. 428 .) fand in einem Opium,welches alle Kennzeichen der Güte hatte, an mehreren Stellen eineweiße gleichsam kreideartige, doch etwas krystallinische Substanz, welcheeine neue eigenthümliche Säure war, die in die Classe der in Wasserschwer auflöslichen Säuren (wie z. B. die Benzoesäure) gehörte. Zuheißem Wasser löste sse sich leicht auf, schied sich aber beim Erkalten inweißen durchsichtigen, glänzenden, krystallinischen Blättchen wieder ab.Auf einem heißen Platinbleche schmolzen diese Blättchen leicht, und ver-flüchtigten sich vollkommen mit aromatischem Gerüche. In Alkohol warensie ungemein leicht auflöslich, und die Auflösung wurde durch Wassergetrübt. Die weingeistige, so wie die wäßrige Auflösung rötheten dieLackmustinctur, und färbten die Eisenorydullösungen schmutziggrün;die Kupferauflösung wurde hellgrün, die Bleizuckerlösung weiß gefällt.

Robiguet wollte durch Auswaschen des Opiumbalsams mit dcstil-lirtem Wasser eine Säure gefunden haben, die nach ihm Robiquet'-sche Säure genannt, von andern Chemikern aber für Essigsäure erklärtwurde. So glaubte auch Robinet fTrommsd. N. I. XII. i. 1826.S. 2Z0. und XIII. i. S. 136 .; Schweigg. N. I. XV. S. S 42 .;Buchn. Nepert. XXII. 2. S. 220.), als er cvncentrirte Lösungen leichtlöslicher Salze, als des salzs. oder schwefelst Natrons, bei einer neuenAnalyse des Opiums anwandte, eine von der vorigen abweichende eigen-thümliche Säure aufgefunden zu haben, die er Kodsäure, Kodikfaure(von /r-otzx-cr, der Mohnkopf) nannte, deren Vorhandenseyn

sich aber gleichfalls nicht bestätigt fand. (Vergl. Morphium im 2tenTheile). Dnflos (Berl. Iahrb. XXVIll. 2. S. isZ.) konnte außerder Mekonsäure keine neue Säure entdecken.

Sertürner gab als Resultat seiner früheren Analyse desOpiumsfolgende Bestandtheile an: Ertractivstoff, Gummi, balsamartigen Stoff,Morphium, Mohnsäure, Harz, Gluten, Kautschuk, schwefelst Kalk,Thonerde, einen stark riechenden Stoff, außerdem noch verhärtetes Ei-weiß, Pflanzenfaser und Unretnigkeiten. In seinen spätern Analysenfand er auch noch bas Oplan; einen wesentlichen Balsam; ein eigenthüm-liches Salz, zusammengesetzt aus dem zweiten Morphiumorpd und einernoch nicht hinreichend untersuchten Säure, und ein anderes basischesSalz, aus denselben Bestandtheilen.

Nach John (Berl. Jahrb. XX. S. 153 .) enthalten ioo Th Opium:Morphium 12,0; Mekonsäure 2,5; braunen harten harzigen Stoff is,n>braunen schmierigen Stoff 10,0; Ertractivstoff 25,0; balsamische Materie1,0-; ranzigen stinkenden Stoff 2,0; Kautschuk 2,0; Membranen der Saa-menkapseln und Faser I 8 ,g; verschiedene Salze und Feuchtigkeit is,o.

, Nach Büchner sind die Bestandtheile des Opiums: flüchtiger nar-kotischer Stoff; mekonsaures Morphium; Opian; Robiquet'sche Säure,Ertractivstoff; Gummi; Harz; kleberartiger Stoff; Kautschuk; fettes Oel,schwefelst Kalk; Wasser; Unretnigkeiten. Andere Untersuchungen gebe» an,