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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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752
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schen Reactionen zu erkennen, nämlich das Morphin, die Mekonsäure undden riechbaren Stoff. Zu diesem Ende trenne man die flüssigen Theile durchein Colatorium von den festen Theilen, digerire diese, wenn sie auch nichtOpium in Substanz sollten erkennen lassen, mit verdünnter Essigsäure, mi-sche es zu dem Vorigen und präcipitire entweder mit Ammoniak oder kochemit Bittererde, um das Morphin niederzuschlagen, welches aus dem Nie-derschlage durch starken Alkohol ausgezogen und daraus krystallinisch gewon-nen werden kann. Die vorgeschlagenen Mittel, das Morphin auch in denkleinsten Spuren durch chemische Reagentien zu erkennen, finden sich beikVIorptiium irp sten Theile angegeben; hier ist nur noch zu bemerken, daßdas Morphin aus seinen Salzen durch Ammoniak gefalltwird. Mesabergelungen, das Morphin krystallinisch in Substanz darzustellen, dessen Ei-genschaften genau geprüft werden müssen, so ist der Beweis auch durchausvollständig geführt. Nach Untersuchungen von Orfila und Lesueur(Buchn. Nepert. XXIX. S. 421.) ist es möglich, das Morphin aus damitvergifteten Leichen auch noch mehrere Monate nach dem Tode krystallinischdarzustellen. In den flüssigen Stoffen kann es dann vermittelst des bei derFäulniß gebildeten Ammoniaks aufgelöst sich befinden. Um es aus den feste»Stoffen zu erhalten, muß man diese wiederholt mit Alkohol ausziehen, dieAuflösungen abdampfen, und den Rückstand mit durch Essigsäure gesäuer-tem Wasser ausziehen, um das Morphin von dem Leichenfettc zu trennen.

Die von dem Niederschlage abgegossene Flüssigkeit werde mit salzs. Ba-ryt gefällt, der Niederschlag, wie bei der Mekonsänre angegeben worden,durch verdünnte Schwefelsäure zersetzt, und die überstehende Flüssigkeit ausMekonsäure geprüft, welche sich durch die Eigenschaft, die Eisenorydsalzeblutroth zu färben, auf eine unzweideutige Weise wird erkennen lassen. Istder Barytniederschlag in hinreichender Menge vorhanden, so destillire vMeinen Theil desselben mit verdünnter Schwefelsäure, wo sich dann zuletzibeivorsichtiger Regierung des Feuers die Mekonsäure auf die beschriebene Weisesublimiren wird. Nach Hare seht man der Flüssigkeit etwas basisches es-sigsaures Bleioryd zu, und läßt den bei Gegenwart von Opium sich bil-denden Niederschlag von mekonsaurem Bleioryde sich gehörig absetzen, wasam besten in einem konischen Glasgefäß geschieht, indem man mit einemGlasstäbcbeu umrührt. Auf den Niederschlag gießt man (nach Verhältniß)etwa zu Tropfen verdünnter Schwefelsäure, und setzt dann eben soschwefelsaures Eisenoryd (oder auch Eisenchlvrid) hinzu. Die jetzt entste-hende rothe Färbung zeigt dann die Gegenwart der Mekonsäure, und folg-lich die des Opiums an. Es läßt sich auf diese Weise eine Quantität Opium,die in 10 Tropfen Laudanum enthalten ist, in einer halben Gallone (bei-nahe r Quart) Wasser auffinden. Wenn die Quantität des Opiums genugist, so muß man der Bildung des rnekoniauren Bleiorydes i —12 StundenZeit lassen. Gch weinsberg konnte nach dieser Methode noch einen Tro-pfen Mnolurs Ochi 5,'insslex in 24 Unzen Wasser erkennen.

Sollte es gelungen seyn, das Vorhandenseyn des Morphins und der