Opoponax ^53
Mekonsäure nachzuweisen, so ist es auch als erwiesen anzusehen, daß dieVergiftung durch Opium bewirkt worden. Bei hinreichendem Vorhanden-seyn der verdächtigen Flüssigkeit kann ein Theil derselben der Destillationunterworfen werden, um den riechbaren Stoff des Opiums abzuscheiden.
"Opoponax. Opoponax.
Opoponax Olrironium tioolr.
Synon. kaUinaos Opoponax Oinn. Gummibringender Pastinak.
Panarpflanze.
kerula Opoponax 8prenZ.
Abbild. Düffeld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. XVIl. Taf. 11 .
8z-rt. sexnal. 61. V. Orä. 2. kentanäria Oig^nia.
Orü. nslural. Omliellikerao.
Diese perennirende Pflanze wachst in Griechenland, Kleinasien undim südlichen Europa, Sicilien, Italien und der Provence. Die starkeWurzel ist fleischig und ästig, außen schwarzbraun, innen weiß, vonweißem Milchsaft durchdrungen, treibt doppelt-gefiederte Wurzelblätter,mit eiförmig-zugespitzten, an der Basis ungleichen, oft auch an der ei-nen Seite ausgeschnittenen^ am Rande sägezähnigen Blättchen. Einrunder, gestreifter, hohler, mit wenigen unvollständigen Blättern be-setzter Stengel wird 5 — 6 Fuß hoch, und verästelt sich an der Spitze.Die Dolden sind klein und bestehen aus 15— 2 » langgestielten Doldchenmit gelben Blumen, deren Blumenblätter eiförmig-zugespitzt und ein-gerollt sind. Frucht: zwei flach - zusammengedrückte, gelblichbraune Ale-nen, mit etwas abgesetztem Rande, mit 3 schmalen stumpfen Rippenauf der gewölbten, und 7 braunen Streifen auf der flachen Seite.
Diese Pflanze giebt, wenn man den untern Stengel- und obernWurzeltheil durch Einschnitte verletzt, einen goldgelben Milchsaft, deran der Luft und Sonnenwärme erhärtet. Nur bei einer schönen undbeißen Jahreszeit kann auch in Italien der Milchsaft gewonnen werden,das meiste Opoponar wird aus der Levante gebracht.
Das Opoponar besteht aus einzelnen rundlichen Stücken von derGröße einer Erbse bis zu der einer Wallnuß, die etwas fettig anzn- -kühlen und doch zerreiblich sind. Von außen ist es gelbrölhlich oderdraungelb, mit weißlichen Flecken besetzt, inwendig weißgelb, matt,von ebenem Bruche. Der Geschmack ist schärflich, widerlich bitter, demGeschmacke des Liebstöckels nahe kommend, la>M anhaltend; der Ge-ruch gewürzhaft, mit dem des Liebstöckels übereinkommend. Spec. Gew.1,62z. Angezündet brennt es mit Heller Flamme.
Dieses ist die beste Sorte, Panargummi in Körnern (Opoponsx. ingr-mii). Mix schüchtere Sorte (O. in plscenw) kommt in großen, un-wrmlichen, dunkelfarbigen, oder gar schwärzlichen, mit vielen Unreinigkei-Dulk's vreuß. Pbarmak. l. 48