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beim Gefrierpunkte aber und darunter ist er spröde und krystallinisch imBruche. Die krystallinische Form hat Trautwein (Kastn. Archiv x.1. 1827. S. 127.) besonders schön bei großen Massen Phosphor von 20- 4» Pfunden beobachtet. Spec. Gew. — 1,77. In freier Luft stößter weiße Dämpfe aus, die einen eigenthümlichen, fast knoblauchartigenGeruch haben und im Dunkeln leuchten. Sie rühren von einer Art lang-samer Verbrennung her, weshalb der Phosphor stets unter Wasser inverschlossenen Gefäßen aufbewahrt werden muß, um den Zutritt der Luftvon ihm abzuhalten. Bei einer Temperatur von s»° entzündet sich derPhosphor an der Luft; wenn mehrere Stangen Phosphor übereinanderliegen, schon bei der gewöhnlichen Temperatur, und verbrennt ungemeinheftig mit hellleuchtender Flamme und dickem Rauche. Dieser Rauchist Phosphorsäure, Auch durch Reiben entzündet sich der Phosphor leicht,und man muß sich daher in Acht nehmen, daß man nicht Phosphorstü-cken zwischen den Fingern oder an wollenen Sachen, z. B. au Tuch odergrauem Löschpapier, reibt, weil dadurch leicht Unglück entstehen kann.Der Phosphor schmilzt in verschlossenen Gefäßen bei -i- 35° C., wird abererst wieder bei 32° fest, sängt bei 103° an langsam zu verdampfen,kommt endlich bei -s- 290 ° ins Kochen, und destillirt aus einem Gesäßein das andere über. Der Dampf des Phosphors ist ungefärbt.
Das Licht bringt eine eigene Veränderung im Phosphor hervor, de-ren innere Natur unbekannt ist, und wobei, soviel man bis jetzt inErfahrung gebracht hat, sein Gewicht nicht verändert wird. Der Phos-phor wird nämlich durch das Licht gerathet, und dieses geschieht nichtnur im luftleeren Raume, und selbst in der Leere des Barometers, son-dern auch im Stickstoffgase, Wafferstoffgase, unter Wasser, Spiritus,Lei und andern Flüssigkeiten; und wenn man den Phosphor in Aether,Lei oder Wafferstoffgas aufgelöst dem Sonnenlichte aussetzt, so wird ersogleich als rother Phosphor ausgeschieden. Sehr leicht ist er dieserVeränderung im violetten Lichte, oder in Gefäßen von violettem Glaseunterworfen. Dieser rothe Phosphor ist specifisch leichter, weniger schmelz-bar, und weniger brennbar als reiner Phosphor; er leuchtet nicht ander Luft, orydirt sich aber leichter, wenn Salpetersäure oder wäßrigesEHIor darauf wirken, zu reiner Phosphorsäure.
Wenn Phosphor in einer Flasche unter Wasser aufbewahrt wird, soorydirt er sich auf Kosten des Wassers theils zu Orydul, theils zu phos-phoriger Säure, und das Wasser wird säuerlich. Dieses Wasser besitzt diesonderbare Eigenschaft, dqß es in einer wohlverkorkten Flasche leuchtet, soost es darin umgeschüttelt wird, und bisweilen, ohne wahrnehmbare äußereUrsache, einen schnell vorübergehenden Schein von sich giebt. Wenn manden Pfropf öffnet, oder dieser nicht recht schließt, so verschwindet das Lcuch-tmgsvermögen des Wassers augenblicklich und kehrt erst dann wieder zurück,>oenn die Flasche wieder eine Zeitlang luftdicht verschlossen gestanden hat.Auch dies ist eine noch nicht erklärte Erscheinung. (Etwa Phosphordampf,