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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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der die leuchtende Eigenschaft verliert, wenn er durch den Sauerstoffder hinzugetretenen Luft orpdulirt wird?)

Die Auflösung des Phosphors in fetten Oelen, z.B. Mohnöl, leuch-tet. Dieses Leuchten wird nach Walcker's Bemerkung durch Linzu-fügung gewisser Oele augenblicklich zerstört, selbst wenn diese nursogar nur ^ der Phosphvrauflösung betragen. Diese Oele sind das rec-tificirte Terpentin - und Bernsteinöl, das Rosmarin-, Bergamotten-und Citronenöl, das Kamillenöl (mit einem Zusätze von Citronenöl de-stillirt OIsum Llismomillse citratum), das Oel der Angelikawurzel, derWachholderbeeren, des Petersiliensaamens und der Muskatennuß, so wiedas Oel, welches bei der trocknen Destillation der Braunkohle und nach-heriger Rectification des Destillats gewonnen wird. Vom Anis-, Caje-put-, Lavendel-, Rauten-, Sassafras-, Rainfarrn-, Cascarillen-, Pfef-fecmünz-, Pomeranzenblüth-, Fenchel-, Baldrian-, Sadebaum-undKirschlorbeeröl, sowie vom Copaivabaisam, dem Oele der bittern Man-deln und dem aus der Rinde des ?runur ?->ckur muß man der Phos-phorauflösung z und selbst noch mehr hinzufügen, um das Leuchten der-selben zu zerstören. Das Nelkenöl, das Aimmtcassiaöl, das rectificirteSteinöl, der peruanische Balsam und der Campher heben das Leuchtender Phvsphorauflösung nicht auf, sondern schwächen es nur in dem Grade,als sie die Lösung verdünnen. Es ist auffallend, daß selbst rauchendeSalpetersäure, tropfenweise bis zu z dem Phosphoröle hinzugefügt, dasLeuchten desselben nicht so plötzlich aufzuheben vermag, wie die genann-ten Oele. Um das Leuchten des Phosphoröles am deutlichsten zu erkennen,muß man dasselbe in einer davon bis etwa zum Viertel erfüllten Flascheumschütteln, und durch Oeffnen derselben frische Luft hineinlassen, wenndupch Absorption des Sauerstoffes das Leuchten aufgehört hat.

Mit dem Sauerstoffe giebt der Phosphor 4 Verbindungen: diePhosphorsäure, aus 1 Doppelat. Phosphor 592,510) und 5 At. Sauer-stoff (— 500,000) zusammengesetzt, also A — 892,510, besteht aus 44Phosphor und 56 Sauerstoff; oder 100 Phosphor nehmen 127,45 Sauer-stoff auf. Die phosphorige Saure, -p- — 692,510, besteht aus S 6 ,S 7Phosphor und 45,5z Sauerstoff, oder 100 Phosphor nehmen 76,47 Sau-erstoff auf. Die unterphosphorige Säure, deren Verbindungen erst neu-lich von H. Rose (Poggend. Ann. 1828 . Nr. 1 und 2.) untersuchtworden sind, ist — 492,510, und besteht aus 79,69 Phosphor und20,51 Sauerstoff, oder 100 Phosphor nehmen 25,49 Sauerstoff auf. DieZusammensetzung des Phosphororyds ist nicht bestimmt.

Mit dem Wasserstoffe verbindet sich der Phosphor in zweierlei Ver-hältnissen zu Phosphorwafferstoffgas: mit Phosphor im lVlaximum, undmit Phosphor im lVlinimum. Das erstere entzündet sich an der Lustvon selbst, das zweite hingegen nicht.

Auch mit andern einfachen Stoffen, dem Chlor, Jod, Schwefel,Selen und den Metallen verbindet sich der Phosphor.