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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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ser geschehen kann, so bilden sieden weißen Pfeffer, der sich durch seinegelblichweiße Farbe und den minder scharfen Geschmack unterscheidet.

Oerstedt (Schw. I. XXIX. S. 80.) bemerkte in dem schwarzenPfeffer eine eigenthümliche Materie, die er zu den Pflanzenalkalien zählte,wovon er jedoch gleich selbst angab, daß sie nur ein sehr schwachesSättigungsvcrmögen besitze.

Lucä (Laschend. 1822. S. 81.) fand im weißen Pfeffer kein Al-kaloid, dagegen in 100 folgende Bestandtheile: Feuchtigkeit I2,so; äthe-risches Oel 1,61; Satzmehl 18,50; Eiweißstoff 2,50; Harz in,so;Gummi und Erkractivstoff 12,50; Rückstand. 29,00; Verlust 8 , 79 .

Pelletier (Lrommsd. N. 3 . VI. 1. S. 255.; Schw. N.J.lll.S- 4 Z 5 ; Werk. Iahrb. XXIV. 1. 1322. S. 91 .) unternahm, als michVauquelin in den Kubeben, die von einer andern Art aus derselbennatürlichen Familie gesammelt werden, keine alkalische Substanz bemerkthatte, eine neue Untersuchung des schwarzen Pfeffers. Er erhielt aber,als er der von Oerstedt ertheilten Anweisung nacharbeitete, ein ganzanderes Resultat. Denn in der Lösung, welche das salzsaure Piperinenthalten sollte, brachte Kali gar keinen Niederschlag hervor^ auch konnteer kein Piperin erhalten, als er das geistige Ertracr des Pfeffers mitSalzsäure auskochte. Als er aber das geistige Ertract erst nochmals mitWasser auskochte, dann das Zurückgebliebene in heißem Weingeist löste,und diese Lösung einige Zeit in der Kälte stehen ließ, so setzte sich eineMenge kleiner Krystalle ab, und der überstehende Weingeist hielt einefettige Materie gelöst. Durch wiederholtes Losen in heißem Weingeisteund durch nachherige Krystallisation kann man die Krystalle noch mehrvon der ihnen anhängenden fetten Materie scheiden.

Diese krystallinische Substanz deS Pfeffers ist das OerstedtMPiperin, sie besitzt aber keine alkalischen Eigenschaften. Die Krystallehaben die Form vierseitiger Prismen, die mit zwei breitem parallelenSeitenflächen und schiefer Endfläche versehen sind. Sie sind durchsichtigund farblos, und, wenn man sie mehrmals in Weingeist gelöst, unddaraus durch Krystallisation wieder abgeschieden hat, auch fast geschmack-los, weshalb es wahrscheinlich ist, daß der wenige Geschmack von nochetwas anhängender fetter Materie herrührt. Sie sind unlöslich in kal-tem Wasser, und kochendes löst auch nur eine geringe Menge, die sichsogleich beim Erkalten wieder abscheidet. Weingeist und Aether lösen siein der Wärme in größerer Menge, als in der Kälte. Iu Essigsäuresind sie sehr löslich, und sie scheiden sich daraus beim Abdampfen mü-der in federartigen Krystallen ab. Wasser scheidet sie sowohl aus dergeistigen Lösung, als auch aus der Essigsäure wieder ab.

Die verdünnte Schwefels., Salzs. und Salpetersäure zeigen fastkeine Wirkung auf das Piperin und vermehre;! auch nicht merklich die Lo -lichkeit desselben in Wasser. Im concentrirten Zustande verändern sie eaber. Die cvncentrirte Schwefelsäure verändert die Farbe desselben w