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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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817
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Die Rhabarber war schon den Arabern bekaünt, sie ist aber erst seitetwa 250 Jahren durch Adolph Occo in Deutschland eingeführt. DieMutterpflanze blieb unbekannt. Linn-i hatte der bekannten Rhabarber-pflanze den Namen kilienm ktkabarksruin beigelegt. -Als ausVeranlassungder russischen Regierung ein tartarischer Kaufmann Rhabarbersaamen ver-schafft hatte, und von diesen die schon bekannte Pflanze und eine noch un-bekannte gezogen wurde, so nannte Sinn« sein KKeum ktttabarbÄrum-. wel-lenförmige Rhabarber, KKeum unclulslum (Düffeld. Samml. XVl.4. 5.),und die bis jetzt unbekannte Pflanze: bandförmige Rhabarber, Kheumpsl-m-itum (Dsiffeld. S. XV l. 6 . 7 . 8 .). Nach den von Pallas und Georgeüber den Ursprung der Rhabarberwurzel in Sibirien angestellten Untersu-chungen, die auf Befehl der Kaiserin Katharina 1 1. bekannt gemacht wur-den, konnte man glauben, daß die moskowitische Rhabarber von KKeumunäulaium, die chinesische von Ull. pslmsium abstamme; Pallas meinteaber, daß sie ohne Unterschied von diesen beiden Arten, sowie von Ul>. com-paclum Ittnn., dichte Rhabarber (Düsseld. Samml. Vk. 2.4.), erhalten werde.Der Apotheker Sievers, welcher von der Kaiserin Katharina U. zurAufsuchung der ächten Rhabarber bis nach Tibet gesandt worden, war derMeinung, daß die botanischen Charaktere derselben noch unbekannt seyen.Da die Erlangung jeder nähern Kenntniß der Pflanze durch die Bucharenverhindert wird, so konnten auch durch Rehmann (Trvmmsd. I. XX. 1.S.145.) die Zweifel über die Abstammung nicht gehoben werden, und nur soviel ging aus den Nachrichten desselben hervor, daß die chinesische Rhabar-ber aus derselben Quelle wie die russische Herstamme.

Bei dem in Frankreich, England und Deutschland versuchten Anbau derRhabarberpflanze ist gleichfalls das Bestreben dahin gerichtet gewesen, dieeigentliche Mutterpflanze der Rhabarber ausznmitteln. NachGnibvur t'sAngabe besitzt, den in den königl. Gärten zu Paris gezogenen Exemplarenzufolge, nur die Wurzel von KKeum pslmaium den Geruch und Geschmackder chinesischen Rhabarber (außer dem Knirschen zwischen den Zähnen); dieWurzeln von Itft. unäulawm und kli. i-lisponlicun>(Düsseld.Samml.XVk.t- 2.5.) waren gleich; die Wurzel von KR. oompscluin, welche Pflanze sichhinsichtlich der Blätter wenig von kli. i-tzspontwum unterscheidet, war vonallen am meisten verschieden von der Rhabarber, kleiner als Rhapontik, undvon einem sehr bittern Geschmacke und ganz widerlichen Gerüche.palmalum sey also als die wahre Mutterpflanze der Rhabarber anzusehen.Auch Bousquet und Cavent0 u, von der Akademie der Wissenschaftenbeauftragt, darüber zu berichten, ob die in Frankreich cultivirte Rhabarberohne Nachtheil in pharmaceutischen Zubereitungen substituirt werden könne,sprechen sich dahin aus, daß die in Frankreich cultivirte Rhabarber ltkeumpalwLtum sey, wenn gleich auch k> 5 . ovwpscliim, nnNulstum undrbspvn-Ucum gezogen werde, daß sie einen feuchten sonnigen Boden und ein 7 — 8 -jähriges Alter erfodere; daß die erotische Rhabarber eine mehr ausgespro-chene Farbe, einen stärker» Geruch, einen frisch aromatischen und bitterlichenDulk's preuß. Pharmak. l. 52