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barher, theils verkaufen sie an die Bucharen an der chinesischen Grenze,und dies ist die russische Rhabarber»
Wenn man jedoch die oben erwähnte Uebereinstimmung der chinesischenRhabarber mit der Wurzel des in Europa gezogenen ttkeum pslmsiuin be-rücksichtigt, ferner, daß nach Murray diese Pflanzeaufeiuer langen zumTheil'von Waldungen entblößten Gebirgskette,welchc im Norden derchine-sischen Tartaret nicht weit von der Stadt Selin ihren Anfang nimmt, sichgegen Westen längs dieses Landes hinzieht, und südlich bis gegen den SeeKokonor, an der Grenze von Tibet, sich erstreckt, daß ferner Sprengelunter den Standorten des klk. palinawm auch die IVlorUesLmocU angiebt,so wird man es nicht für unwahrscheinlich, oder für unmöglich halten, daßdie aus diesen Gebirgen gebrachte Rhabarber des Handels eben sowohl dieWurzel von KKeun, Lmoäi, als von kt.Ii. pslmslum seyn könne. Es magdaher auch eine Beschreibung dieser Pflanze hier folgen: Die Wurzel istsenkrecht, ästig, armsdick, außen mehr schwarzbrann, innen etwas dunklergelb als bei den andern Rhabarberarten. Die Wurzclblätter stehen ausge-breitet oder in schiefer Richtung aufsteigend auf ungefähr iz Fußlangen,glatten, mehr oder minder rothgefleckten Blattstielen. Das Blatt selbst istfast so lang als breit, herzförmig und in drei Hauptlappen und zwei Sei-tenlapxen getheilt, welche breit, spitz, und wieder in mehrere große spitzeund ungleiche Zähne gespalten sind. Die obere Seite ist dunkelgrün, dieuntere graugrün, und beide sind mit einem sehr kurzen und etwas rauhenHaarüberzuge bekleidet. Die Stengel sind aufrecht und glatt, mit röhrigenMbenscheiden (ockmeae) bekleidet, schwachgestreift, innen hohl, g-8Fußhoch. Die Stengelblätter sind klein, ftengelumfaffend und zurückgebogen.Die Blüthenstiele entspringen aus den Winkeln der obern Blätter, und diekleinen weißlichen Blüthen bilden vielblüthige Rispen.
Das zum Einsammeln der Wurzeln gehörige Alter wird an der Stärkeder Stengel erkannt; gewöhnlich ist es das sechste Jahr. Man gräbt siein den Monaten April und Mai, manchmal auch im Herbste aus. Siewerden gereinigt, in Stücke geschnitten, und nachdem sie durchlöchert undangereihet worden, theils an den benachbarten Bäumen, theils in den Zel-ten, theils sogar an den Hörnern der Schafe aufgehangen. Wenn die Erntezu Ende ist, werden sie in die Wohnungen geschasst, wo sie vollends ge-trocknet werden, welches nach Duhaldebei den Chinesen über Steinplat-ten geschieht, die von unten durch Feuer erhitzt werden.
Diese Rhabarber gelangt auf zwei Wegen zu uns, theils zu Wasservon Canton aus, und diese heißt indische oder gewöhnlicher chinesische Rha-barber, theils wird sie von bucharischen Kaufleuten nach Kiachta in Sibi-rien gebracht, und an die russische Regierung verkauft. In dieser Stadthalten sich Cvmmiffarien auf, welche beauftragt sind, die Rhabarber sorg-fältig zu durchsuchen, und dieselbe Stück für Stück reinigen und schälenM lassen, denn die Regierung kauft nur die ganz schönen Wurzeln. DieseRhabarber wird sodann in «erpichten Kisten nach Moskau und von da nach
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