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teten und in den Handel brächten; Aerzte und Apvtyeken würden dannnicht mehr Verfälschungen der Rhabarber, China u. s. w. zu fürchtenhaben, da man jenen Salzen keinen andern Körper unterschieben könne,ohne ihr bekanntes Verhalten abzuändern. Indessen müßten vorerst dieseVersuche von Carpenter noch anderweitige Bestätigung erhalten, undselbst in diesem Falle würde wahrscheinlich die an anflöslichen Theilenreiche Rhabarber, deren Gesammtwirkung bekannt ist, nicht entbehrlichseyn, so wie ja selbst die eine so bedeutende Menge Holzfaser enthaltendeChinarinde durch die Chinaalkaloide, deren fiebervertreibende Wirksam-keit hinlänglich bestätigt worden, nicht entbehrlich geworden ist.
Vaudin (Geiger's Magazin. August 1828. S. 145 .) glaubt die fär-bende Substanz der Rhabarber, die er RHern nennt, dadurch dargestelltzu haben, daß er i Th. gepulverte Rhabarber mit 3 Tl>. Salpetersäurein einer Retorte erhitzte, zur Spruvsconsistenz verdampfte und mit Wasserverdünnte, wodurch das Rhein niedergeschlagen wurde. Diese Substanzwurde ausgewaschen, bis sie nicht mehr sauer reagirte, wo dieselbe öamitrocken, gelb, schwach bitter schmeckend und in Wasser fast vollständiglöslich war. Aufglühenden Kohlen verbrannte sie wie Zunder; Alkohol undAether lösen sie leicht auf, die Lösung des ersten ist carmoisinroth, die desletztem safrangelb. Die Lösungen werden durch Säuren gelb, durch Alka-lien rosenrot-. Aether zieht aus der Rhabarber dieselbe Substanz aus, wel-che gleiche Eigenschaften zeigt, was beweisen soll, daß das färbende Principder Rhabarber durch Salpetersäure nicht verändert werde. Die bekanntenEinwirkungen der Salpetersäure aber auf organische Stoffe, mit welchen sieeine gelbe bittere Substanz bildet, unter dem Namen Welter's Bitter be-kannt, lassen hier noch einige Zweifel übrig, welche durch das zunderartigeVerbrennen dieser Substanz auf glühenden Kohlen nicht gehoben werden.
Die Rhaponlik wurde so wie die Rhabarber von Hornemannzerlegt, und er fand in einer Unze folgende Bestandtheile: Rhabarlminnach Henry io, 5 o; Rhabarberstoff nach Pfaff 43 , 75 ; bitteres zusam-menziehendes Ertract so; orpdirten Gerbestoff 4; Schleim 17; eigen-thümliche Substanz (Rhaponticin) 5; Stärkemehl 70; aus der Faserdurch Kalilauge ausgezogene Substanz 197; ungelösten Rückstand 4 i;beim Austrocknen der Wurzel gingen verloren 29; Verlust 7,75^-180Gran. Der Rückstand von 41 Gran gab verbrannt nur 4 Gran Asche,die aus Kali, Kalk, Thonerde und Talkerde bestand. Das Rhaponticinschlägt sich aus den zur Syrupsdicke eingedampften Abkochungen nachmehrtägigem Hinstellen in der Kälte nieder. Dieser von'der obenstehen-deu Flüssigkeit befreite und mit kaltem Wasser, zuletzt auch mit kaltemWeingeiste ausgewaschene Bodensatz löst sich in der Siedehitze in Wein-geist auf, und wird bei der Verdünnung mit Wasser als ein gelbesschimmerndes Pulver ausgeschieden. Durch das Verdampfen des Wein-geistes erhält man noch etwas Rhaponticin, aber es ist unreiner, undmuß durch ferneres Lösen und Fällen gereinigt werden. Das Rhapontt-