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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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838
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kos» inosrnsts

sus, wo sie wild wächst, nur 5 Blumenblätter. Der strauchartigeStengel ist mit den aufrechten abstehenden Aesten 3 — 6 Fuß hoch.

Die Rinde der ältern und jungem Zweige ist mit vielen starkemund schwachem, fast geraden Stacheln bewaffnet, nur das ganz alte Hol;ist unbewehrt. Die Blätter sind abstehend, ungleich gefiedert. DieBlattstiele sind mit röthlichen Drüsen besetzt, aber ohne Stachel, dieFiederblättchen, 5 oder 7, sind etwas gestielt, oval, am Rande gesägtund mit Drüsen versehen. Die Blumen stehen zu 2 —S auf zwei Zolllangen Blütbenstielen nickend an der Spitze der Zweige. Der Frucht-knoten ist oval, mehr oder weniger länglich. Von den eiförmigen, feinund lang zugespitzten Kelchblättcben sind drei am Rande mit linienfvr-migen Anhängen gefiedert. Alle diese Blüthentheile sind mit gestieltenrothen Drüsen besetzt. Die Blume ist immer mehr oder weniger gefüllt,indem sich die Blumenblätter auf Kosten der Staubgefäße bilden, sodaß die letzteren oft gänzlich verschwinden. Durch ihre angenehme blaß-rothe Farbe sowohl, als durch ihren ausgezeichnet lieblichen Geruch, andem sie alle nah verwandten Arten übertrifft, hat sie sich den Rang derBlumenkönigin erworben. Zu viele Cultur scheint jedoch ihren Geruchzu schwächen, und in Frankreich zieht man die Blumen der im freienFelde gezogenen Rosen vor. In Aegypten um Fajum findet man großeAecker, die nur mit Rosenstauden besetzt sind. Die Zeit ihrer Blütheist dann ein unbeschreiblicher Genuß für Gesicht und Geruch.

Der Geschmack der Rosenblumenblätter ist anfangs süßlich, hinten-nach aber bitterlich herbe. Statt dieser Art können auch die Blüthenvon kor» Osmazceiis und kor» kikera, die sich häufig in unsern Gär-ten finden, gesammelt werden; kor» turbinse» aber kommt ihr anWohlgeruche nicht gleich.

Man bewahrt die Rosenblumenblätter getrocknet oder auch eingesal-zen auf. Die ersteren müssen, nachdem sie rasch in recht warmer Luftoder auf einem Darrofen getrocknet worden, durch Absieben von denvielen daran befindlichen Jnsecteneiern gereinigt, und dieses Absiebenmuß von Zeit zu Zeit wiederholt werden, weil sonst die aus diesen Ei-ern in der Wärme ausschlüpfenden Jnsecten die Blätter zerfressen.

Beim Destilliren mit Wasser geben sie eine höchst geringe Menge einesätherischen, den lieblichsten Rosengeruch verbreitenden Oels. Dieses schwimmtauf dem übergegangenen Rosenwaffec unter Gestalt von weißlichgrauen Blätt-chen oder Häutchen, welche gesammelt und erwärmt zu einem dicklichen, inder Kälte wieder gerinnenden Oele zusammenfließen, wovon unsere Rosenjedoch nur eine äußerst geringe Menge geben. Unter den auszugsfähigenTheilen der Rosenblumenblätter verdient besonders das färbende Principbemerkt zu werden. Es wird durch Wasser am vollkommensten ausgezogen,welches damit eine schöne rothe Tinctur giebt. Die geistige Tinctur ist fastohne Farbe. Durch die Schwefelsäure erhält die Farbe eine viel größereIntensität, und eine farblose geistige Tinctur der Rosen erhält durch den