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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
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841
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IVosa (Oleum) 641

Ein ätherisches gelblichweißes Oel, bei einer Temperatur von8 " in eine weiße undurchsichtige Masse übergehend, von einemsehr starken äußerst lieblichen Gerüche.

kos» mozdials. Alt. lisvv. Bisamrose.

Abbild. keäout. kos. Oivr. 7. x->g. zz. und psg. 9g.Classe und Ordnung wie bei der vorigen.

Diese Rose ist wahrscheinlich im wärmeren Orient ursprünglich ein-heimisch, durch Cultur von den orientalischen Völkern bis in das nörd-liche Afrika verbreitet; sie zeichnet sich durch den höchst durchdringendenGeruch ihrer Blüthen aus, und dient daher seit Alters her zur Bereitungdes wesentlichen Rosenöls (kssenoe äe rose — -klier der Orientalen),Die Bisamrose unterscheidet sich von andern Arten mit eiförmigen, weiß-lichfilzigen Fruchtknoten, durch die kleinen, weißen, sehr zahlreich in Ris-pen oder Trugdolden stehenden Blumen, mit vorragenden, freien, filzigenGrisseln, durch die auf dem untern Drittel eingelenkten und weißfilzigenBlumenstiele, durch die sehr langen Kelchlappen, die die Knospe der Blumeweit überragen und vor der völligen Ausbreitung der Krone sich abwärtszurückschlagen, endlich durch die sehr schmalen und spitzen Nebenblät-ter (8lipul»e).

Die Pflanze ist ein Strauch von 10 — is Fuß, der in Persienbaumartig, bis 20 Fuß hoch werden soll.

Nach Porlier wird in Ostindien das Rosenöl auf folgende Weisebereitet: Die Rosen noch mit ihren Kelchen werden mit Wasser in ei-nem Destillirgefäße übergössen, und die Hälfte desselben abgezogen. Die-ses wird auf frische Rosen gegossen und hiervon wieder die Hälfte abge-zogen. Dieses wird nun in Schüsseln gegossen, eine Nacht hindurchder kühlen Luft ausgesetzt, worauf man des Morgens das Rosenöl ge-ronnen und auf dem Wasser schwimmend findet, so Pfund Rosen sollenli Quentchen Oel geben.

Donald Monvo berichtet, daß auch das Rosenöl ohne alle De-stillation gewonnen werde, indem man ein weites hölzernes Faß mitgut ausgelesenen Notenblättern füllt, so viel reines Quellwaffer daraufgießt, daß sie bedeckt werden, das Faß beim Sonnenaufgang an dieSonne stellt, es bis zum Abend stehen läßt, und solchergestalt 6 — 7Tage nach einander verfährt, wo schon nach dem dritten Tage eineMenge Theilchen einer schönen gelben öligen Materie sich schwimmendzeigen, die sich in den folgenden Tagen zu einem Schaume versammeln,welcher das wesentliche Rosenöl ist, das man Mit Baumwolle abnimmt.

Auch in Persien soll eine große Menge Rosenöl bereitet werden.

Das Rosenöl läßt sich, wie das Anisöl, in zwei Arten von Oel tren-nen, in ein bei der mittleren Temperatur festes und in ein flüssiges Oel.Ersteres ist in der Kälte in Alkohol nicht auflöslich, erfodert auch eineetwas höhere Temperatur zum Schmelzen, als das gewöhnliche Rosenöl. Es