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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Niederschlag, und das salpeters. Quecksilberorpdul macht sie opalisirend.Galläpfeltinctur erzeugt aber, wie in der Stärkeauflvsung, einen reichli-chen , weißen, flockigen Niederschlag, der in Salpetersäure mit gelberFarbe auflöslich ist. Wein und Essig lösen das Saleppulver durch Hülfeder Wärme gleichfalls auf; Alkohol wirkt aber nicht darauf. Durch Sal-petersäure läßt sich aus der Salepwurzel, wie aus dem Stärkemehle, Lral-säure und eipe eigenthümliche talgartige Substanz darstellen. Saleppulvermit kaltem Wasser übergössen, und bei einer mittleren Temperatur derfreien Luft ausgesetzt, geht in eine Art von weiniger Gährung über undverbreitet einen angenehmen Geruch; später tritt die saure Gährung ein.

Dombosla (Trvmmsd. I. XX. 2. S. 277.) schied das widrigriechende Princip, welches den frischen Wurzeln den unangenehmen Ge-ruch ertheilt, als ein flüchtiges Oel durch Destillation der Wurzeln mitAlkohol ab; auch zog der Alkohol zugleich eine ertractartige, bittere,geruchlose Substanz aus.

Man hat die Salepwurzel für reines Stärkemehl gehalten; Pfaffüberzeugte sich, daß sie auch Bafforin oder Traganthstoffenthalte. Pel-letier und Caventou suchten zu zeigen, daß die Salepwurzel keinestärkemehlartige Substanz, vielmehr eine dem Lraganthgummi ähnlicheMaterie enthalte, da sie mit Zod keine blaue, sondern eine violette Farbegebe. Die Salepauflösung erhält aber von Jod eine schön blaue Farbe,und dies kann gerade zum Beweise dienen, daß die Salepwurzel größten-theils aus Stärkemehl bestehe; und wenn dies Saleppulver, mit Schwefel-säure auf dieselbe Weise wie Kartoffelstärke behandelt, keinen Zucker giebt,so ist nach Pfaff dies der Zubereitung der Wurzel durch eine Art von Auf-kochen zuzuschreiben, denn auch gekochte Kartoffeln geben keinen Zucker.

Nach späteren Versuchen von Caventou über die Schleime (Buchn.Repert. XXIV. 1826. S. 245. und Trommsd. N. I. XIII. 2. S.S9.)entzieht Wasser von gewöhnlicher Temperatur der gepulverten Salepwur-zel eine etwas salzige gummige Flüssigkeit, welche nach dem Abdampfenein von Jod nicht veränderliches Gummi hinterläßt. Kochendes Wasserzieht etwas Amplum aus. Der Nest ist eine gelbe Substanz, welche mitSalpetersäure behandelt Oralsäure liefert, und alle Eigenschaften desBaffvrins besitzt. 100 Th. Salep liefern 4 Th. Asche, die aus Kochsalz,Phosphors, und Spuren von schwefels. Kalke besteht. Die Salepwurzel be-steht also aus wenig Gummi, sehr wenig Stärkemehl und viel Bassorin.

Vauquelin hat aus den Wurzelknollen einheimischer Orchisartenviel Amylum erhalten, während Rvbiquet versichert, keine Spurdarin gefunden zu haben. Der Satzmehlgehalt in dieser Wurzel scheintalso unbeständig zu seyn.

Merkwürdig ist das Vorhandenseyn des Kochsalzes, wenn es nicht zu-fällig ist, in den Salepwurzeln, da es doch gewöhnlich nur in Meerpflan-zen gefunden wird. Büchner bemerkt, man könne annehmen, daß dasKochen der orientalischen Salepwurzeln in Meer- oder Salzwaffer geschehe.