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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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E. Brandes und Horten (Brandes's Archiv. I. S. St6.) ha-ben bemerkt, daß 20 Gran Salep in 4 Unzen Wasser aufgelöst, mitzn Gran kaustischer Magnesia versetzt, ein Gemisch hervorbringen, dasnach einigen Stunden fest nnd dem Leim ähnlich wird. Selbst nachVerlauf eines Monats bemerkte man nicht die geringste Spur von FLul-niß an demselben. Weder Eiweiß noch Traganth, noch Kleber, nochAmplum bringen diese Erscheinung mit Magnesia hervor. Eben so we-nig thut dies der Kalk oder der Bolus. Dieser aus Salep erzeugteStoff, der eine chemische Verbindung beider Stoffe, zu seyn scheint, istunauflöslich in Wasser, in fetten Selen, in Terpentinöl, in Alkoholund in ätzender Kalilauge. Säuren lösen ihn zum Theil auf, wobeiein dicker opalfarbener Rückstand bleibt.

Die Salepwurzel wird sowohl in Pulverform, als in der Auflösungin heißem Wasser gegeben. Das rechte Verhältniß zu einem gutenSchleime ist s Gran Saleppulver auf eine Unze Wasser.

Lalix. Die Rinde. Weidenrinde.

Lalix pkntanflrs und irsKilis l-rnn. In Deutschland, vor-züglich dem nördlichen, häufige Bäume.

Die dünne, biegsame Rinde der zwei- und dreijährigen Aeste,außen braun, glatt, glänzend, innen gelblich, von zusammen-ziehendem bitterm, nicht unangenehmen Geschmacke. Sie werdeim Frühlinge gesammelt.

8slix peiit-mär«. Sinn. Die Lvrbeerweide.

8alix kragilir Sinn. Die Bruchweide.

Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XIV. Taf. 4. undLief. XV. Taf. 8.

8^-ji. rsxual. 61. XXII. Orst. 2. Sioecis Sianckria,

Orck. nsturnl. ^mentaosse guz5. 8sl cinese kticli.

Die Lorbeerweide ist in den nördlichen Gegenden Europas einher-nnsch, wo sie auf sandigem Boden am Ufer der Flüsse vorkommt; inden südlicheren Ländern findet sie sich seltner in gebirgigen Gegenden.

Der Stamm erreicht eine Höhe von zo — 4v Fuß, und einen Fuß imDurchmesser. Zuweilen ist diese Weide aber auch niedrig und strauchartig.Das Holz ist, wie das aller Weiden, weich, leicht und weiß. Die alteRinde ist aschgrau und aufgerissen, die der jungen Zweige grün und glatt.Die Blätter sind oval-länglich, spitz, am Rande gesagt, glatt, oben dun-kelgrün und glänzend, unten blaßgrün. Der kurze Blattstiel ist, wie auchdie Spitze der Sägezähne, mit rundlichen gelblichen Drüsen besetzt. DieBlätter, welche ungefähr z —4 Zoll lang, und 1 — 1; Zoll breit sind, ha-ben besonders in der Jugend einen sehr angenehmen balsamischen Geruch,der sie, so wie die beschriebenen Drüsen, von unsern übrigen Weiden aus-zeichnet. Die Blüthen erscheinen nach den Blättern an der Spitze junger