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Salvia. Das Kraut. Salveikraut.
8slvi» vsKcinÄlis I^inn. Ein kleiner Strauch des mkttägt-
gen Europas.
Ein bitteres und gewürzhastes, etwas adstringkrendes Kraut,mit gegenüberstehenden, gestielten, lancettförmigen, stumpfen,unausgeschnittenen, etwas gekerbten, runzligen, etwas zottigenBlättern. Im Sommer einzusammeln.
§»IviL ofkcinslir I.inn. Aechte Salver.
Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. IV. Taf. 11.
Harne Arzn. Gew. Bd. VI. Taf. 1.
8z-st. rexusl. LI. II. Orä. 1 . Oisnäri» lVIonog^ni».
Orfl. »Ltursl. I.sl,iatas.
Diese Pflanze, welche als kleiner Strauch in Spanien, Italien, Frank-reich, auf den Inseln des Archipelagus, in Dalmatien rc. in bergigen Ge-genden wild wächst, und 16 - so Jahre dauert, wird bei uns in Gärtengezogen, wo sie recht gut gedeiht. In fettem und beschattetem Sandbodenartet jedoch die Pflanze aus; die Blätter werden sehr zahlreich, groß, breitund dunkelgrün, der Geruch derselben wird aber so schwach, daß man siereiben muß, um sie riechen zu können. Pflanzt man sie auf magern, womöglich mergelartigen oder steinigen, der Mittagssonne ausgesetzten Boden,so werden die Blätter gleich im folgenden Jahre schmäler, grauer, und dieganze Pflanze bekommt einen durchdringenden Geruch, tWiegmann.)
Der Stengel ist vierkantig, behaart, holzig, und breitet sich inviele aufrechte, etwas weißliche Aeste aus. Die Blätter sind sanft an-zufühlen und von grünlich-grauweißlicher Farbe. Die Blume» bildeneine einfache lockere Aehre am Ende der Zweige, stehen in zusammen-gedrängten, wenigblüthigen Quirlen, und jede ist mit einem herzför-migen, spitzen Deckblättchen versehen. Der Kelch ist röhrig, einblättrig,mit 5 sehr spitzen gleichen Zähnen; die Blumenkrone unregelmäßig,rachenförmig, einblättrig, zweilippig und oben erweitert.
Die Salvei blüht im Juni bis August.
Es giebt mehrere Abarten dieser Pflanze mit schmalen, gestreiftenBlättern, auch mit röthlichen und weißen Blumen.
Das Kraut wird im Mai mit den noch nicht entwickelten Blumen ein-gesammelt. Der Geruch ist anfangs angenehm, stark gewürzhast und etwascampherartig; der Geschmack bitterlich gewürzhast, und ein wenig zusam-menziehend. Der Aufguß ist braun, von stark campherartkgem und bitterm.Geschmacke. Orpdirte Eisenauflösung färbt den sehr verdünnten Aufgußolivengrün; ist er sehr concentrirt, so läßt sich wegen der Schivärze dieFarbennuance weniger unterscheiden.
Nach einer Analyse von Jlisch(Trommsd. I. XX. 2. S. 7.) liefer-