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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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874
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9 74 Lsmduvris (kood)

tivstoffe; g) orydirtem Ertractivstoffe; 10) Apfels. Kali; «) Apfels. Kalk;12) kohlens. Bittererde; rz) salzs. Kali; 14 ) schwesels. Kali; 15 ) schwe-fels. Kalk; 16) Phosphors. Kalk.

Die Fliederblumen , eins der beliebtesten Hausmittel, werden imTheeaufgusse als schweißtreibendes Mittel benutzt, aber auch äußerlich,als schon etwas narkotisch wirkend, zu schmerzstillenden Umschlagen undKataplasmeu verordnet.

SkmKuous. Der rohe eingedickte Saft der Beeren,koob Sambuoi. Fliedermuß.

Wird bei uns durch Eindicken des Saftes der Beeren von

Lsmkueu, niAi-a l^inn. bereitet.

Ein dickes Ertract, von schwärzlicher Farbe und einem säuer-lich-süßlichen Geschmacke. Man sehe darauf, daß der Saft nichtvon emppreumatischem Geschmacke, daß er weder gar zu sauer,noch durch Kupfer verunreinigt ftp, was durch ein blankes Eisenentdeckt wird.

Die Fliederbeeren, welche ehemals im getrockneten Zustande unterdem Namen Or«n, -tote; gebräuchlich waren, liefern frisch durchs Aus-pressen einen süßlich-säuerlichen, schwarzröthlichen Saft, welcher durchdie Alkalien violett, durch die Säuren hochroth gefärbt, und durch es-sigsaures Bleivrpd, unter Entfärbung der Flüssigkeit, blau gefällt wird.Sie enthalten vorzüglich Acpfel- und nur wenig Citronensäure, dabeiviel Auckcrstoff, aber wenig Pflanzengallerte. Diese Bestandtheile gehenin das aus diesen Beeren bereitete Fliedermuß über.

Das Fliedermuß, auch Fliederkreide genannt, wird häufig und gewöhn-lich von den Landleuten bereitet, da die reifen frischen Beeren einen weitenTransport nicht erleiden können, ohne zu verderben, und der Apotheker sel-ten Gelegenheit findet, an seinem Wohnorte selbst eine zu seinem Bedarfhinreichende Menge Fliederbeeren zu sammeln, um daraus den eingedicktenSaft selbst bereiten zn können. Häufig wird aber von den Landleuten aufdie Bereitung der Fliederkreide nicht die gehörige Sorgfalt verwendet, stdaß sie durch zu starke Feuerung einen brenzlicheu Geschmack erhält, wobeiauch die Farbe dunkler als gewöhnlich ausfallt, oder daß der Saft in diesaure Gährung übergegangen ist, und der eingedickte Saft nun auch die durchdie Währung gebildete Essigsäure enthält, oder endlich, daß dieser mit Ku-pfer verunreinigt ist. Das Einkochen des Saftes geschieht nämlich ganz ge-wöhnlich in kupfernen Kesseln, und eben so gewöhnlich ist es daher auch,daß bei dem Gehalte des Saftes an freier Säure auch ein kupftrhaltigesPrvduct gewonnen wird. Es ist daher unerläßliche Pflicht, jedes eingekaufteFliedermuß aus die Verunreinigung mit Kupfer zu prüfen, nämlich durch