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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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8snäarÄvL. Sandarach.

Der an der Luft verdichtete Saft von l'knia srticulsl»

Vsliiii, einem Baume des nördlichen Afrikas.

Ein Harz in rundlichen und länglichen Körnern, weißlich-ci-tronengelb, auf der Oberfläche undurchsichtig, innen halbdurch-scheinend, zerreiblich, beim Kauen nicht weich werdend, von,wenn sie angezündet werden, angenehmem Gerüche, in höchstreclificirtem Weingeist fast gänzlich, in Terpenthinöl zum Theilauflöslich.

Hiujs üriiculak-, Vsdlii. Gegliederter Lebensbaum.

Abbild. Düffeld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. V. Taf. 4-

8^§t. rexusl. Ol. XXI. Orck. 8. lVIonoeci» lVIonsclelphia.

Or<I. nstural. Lonikerso.

Dieser Baum, welcher in der ganzen Verberei auf Hügeln wächst,und besonders auf dem Atlas angetroffen wird, erreicht eine Hohe von15 — 28 Fuß. Die kleinen Zweige desselben sind zusammengedrückt. Dievierreihigen Blätter liegen dachziegelförmig übereinander, sind lancettför-mig, spitzig und angedrückt. Die männlichen Blüthen ein eiförmigesKätzchen; die weiblichen Blüthen sitzen entgegengesetzt in fast eirundenZapfen.

Die Blüthezeit ist April und Mai.

Das aus diesem Baume fließende Harz kommt als Sandarach inden Handel, und besteht aus tropfenförmigen, meist länglichen, aber auchaus mehr rundlichen, zum Theil höckerigen Stückchen, die blaßgelb, vonebenem Bruche, glänzend, zerbrechlich, hart und spröde sind, unter denZähnen beim Kauen nicht weich, sondern in ein immer feineres Pulver zer-rieben werden. Der Geruch, besonders auf Kohlen, ist balsamisch, demMastir etwas ähnlich, doch nicht so lieblich, mehr terpenthinartig; derGe-schmack balsamisch - harzig. Das Pulver ist weiß. Spec. Gew. —1,»58.

Wenn der Sandarach wiederholt mit kaltem Weingeiste ausgezogenwird, so bleibt eine besondere Substanz zurück, welche nach Giese denfünften Theil des Sandarachs ausmacht, und mit dem Namen Sandara-cin belegt worden ist. Dieses ist nach dem Trocknen weißlichgrau, sehr zer-reiblich, in Wasser und Alkohol unauflöslich, in Aether aber ist es vollständigauflöslich, und wird aus dieser Auflösung durch Weingeist in weißen Flockengefällt. Dieser Theil des Sandarachs ist in Terpenthinöl auflöslich.

Der Sandarach wird zum Räuchern gebraucht, indem er auf Koh-len gestreut einen starken Rauch von angenehmem Gerüche verbreitet;auch dient er zur Bereitung der Firnisse. Des Pulvers bedient mansich, um radirte Stellen des Papiers einzureihen, damit die Dinte nichtauseinander fließe und die Schrift undeutlich werde.