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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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878
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678 LanZuis Oi'soom'g

AIs die feinste Sorte Drachenblut wird angegeben 5»nxulz Orsec>«stin I-er^mi5in gra-ii-, eine Sorte, die gar nicht mehr im Handel vor-kommt. Als beste Sorte erhalten wir jetzt ein in Schilf eingewickeltes incplindrischen Stangen, von etwa 1 Fuß Länge, l —; Zoll im Durchmes-ser. Dieses Drachenblut ist sehr dunkelroth, wo es abgerieben ist hellroth,etwas schimmernd, ganz undurchsichtig, schwer zerbrechlich, noch schwererzerreiblich, ohne Geruch und ohne Geschmack. Spec. Gew. i,isn. DasPulver ist carmoisinroth. Dieses Drachenblut verhält sich in jeder Hinsichtwie ein reines Harz. Weingeist löst es ohne Rückstand zu einer hochrothenLinctur auf, die durch Wasser gefällt wird. Eben so verhält sich der Schwe-seläther; auch die ausgepreßten Oele losen es auf, so wie das Terpenthinöl.An die Flamme gehalten brennt es mir einem storarähnlichen Gerüche. NachHatchet t enthält es etwas weniges t0,ns> Benzoesäure (durch Schwefel-säure ausgezogen); löst sich ein wenig in Kalkwasser auf, und wird ausdieser Auflösung durch eine Säure mit rother Farbe gefällt.

Das 8sngui'-0rsoom'r in plsoentl!, Drachenblut in Kuchen, bestehtaus großen Scheiben und unregelmäßigen Stücken von verschiedener Größe.Die Farbe ist braunroth, auf der äußern Oberfläche mehr hell mennigrot!,durch das Abreiben, und daher auch etwas bestäubt, der Bruch uneben undetwas schimmernd, leicht zerreiblich. Im Innern sind fremdartige Theile,besonders Spelzen und Spähne eingemengt. Wasser wird schwach röthlichgefärbt; Terpenthinöl löst den größten Theil desselben auf, und nimmt da-von eine hellrothe Farbe an.

Beide Sorten geben beim Brennen den storarähnlichen Geruch, welcherden künstlich producirten fehlt, denen auch überdem durch Wasser der fär-bende Stoff entzogen werden kann.

Hayne (IX. g.) theilt eine Untersuchung des Drachenbluts von demPros. Melandrimit (auch Brandes's Archiv XX V. S. 194.), nach welchervon demselben ein eignes Alkaloid, Drac 0 nin genannt, gefunden worden.Das ächte Drachenblut soll fast ganz aus diesem Draconin bestehen (in derAnmerkung wird angeführt, daß das Lisngnis Orsconi! in gutli5 5. inl»nur wenig Draconin enthalte, wohingegen das iianguir Orseom;in pl»centi5 fast größtentheils aus Draconin bestehe. Hier ist wahrschein-lich dasjenige Drachenblut in Kuchen gemeint, welches aus kleinen, glattenKuchen, 3 — 4 Finger breit und 1 - 3 Unzen schwer, von außen glatt,dunkelroth, undurchsichtig und hart, und auf dem Bruche ziemlich glänzendseyn, sich fast gänzlich in Weingeist, aber nicht in den ausgepreßten Oelmauflösen, sondern diesen nur eine rothe Farbe mittheilen soll, und welchesgar nicht mehr vorkommt). Um das Draconin abzuscheiden fällte Mela n-dri die alkoholische Auflösung des Drachenblutes, nachdem erste mit Schwe-felsäure so weit versetzt hatte, daß sie schwach sauer reagirte, mit Wasser,bis dieses nur noch sehr wenig gelblich gefärbt wurde. So erhielt er einerothe unkn,stallisirbare Masse, die sich nur in sehr geringer Menge in Was-ser, in bedeutenderer hingegen in Alkohol auflöst, und schwefelst Draconin