Lsntalum sltrum — rubourn 679
ist. Durch Alkalien wird dieses schwefelst Draconin zersetzt, und schondurch einen sehr unbedeutenden Ansatz derselben aus seiner bis fast zneiner wafserhellen Flüssigkeit verdünnten Auflösung roth gefällt, weshalbes denn auch als ein sehr empfindliches Reagens auf Alkalien anzuwen-den ist. In gelinder Wärme zerfließt es, und verhält sich in höhererTemperatur wie eine vegetabilische, nicht stickstoffhaltige Substanz.(Kann wohl nicht zu den Alkaloiden gezählt werden, mit den Saurenkönnen auch die Harze schwache Verbindungen eingchen.)
Proust erklärte das Drachenblut für eine besondere Modifikationdes Gerbestoffs, es wurde daher auch früher zu den adstringirendenMitteln gerechnet; indessen sind seine adstringirenden Kräfte wohl nursehr gering, daher es denn anch in der Medicin fast gar nicht mehr,vielmehr allein zum technischen Gebrauche benutzt wird, um den Fir-nissen und den Beizen Farbe zu geben. Erhitzter Marmor nimmt vonder Auflösung eine schön rothe bleibende Fatbe au.
"Lgnsslum slkum kt vitrinum. Das Holz. Weißes»ud gelbes Sandelholz.
HsniLlum ultzum st-inn. Weißer Sandelbaum.
Abbild. Düffeld. Samml. XIV. 1. Hayne X. j.
8z-st. sexual. 61. IV. Orcst 1. Dslranckria lVlonogz-nia.
Orä. natural. Dfiz-melese lusr. gen. 8antalaceas n. ör.
Dieser auf den Bergen von Malabar, auf Timor und den benach-barten Inseln einheimische Baum giebt sehr wahrscheinlich sowohl dasweiße als das gelbe Sandelholz ; das junge, unreife Holz, der Splint,liefert das weiße; das ältere, reife Holz, der sogenannte Kern, giebtdas gelbe Sandelholz, und dieses erscheint, wie Rvrburgh anführt,um so besser, je älter und dicker die Stämme find, von denen es her-stammt. Nach Rumph sollen jedoch die Sandelbäume nicht überallein Holz von gleicher Güte enthalten, indem an einem Orte die Bäumemehr gelbes, an einem andern mehr weißes haben.
Das weiße Sandelholz ist schwer, völlig geruch- und geschmacklos. Beidem gelben geht die Farbe aus dem Blaßgelben bis in das Dnnkelgelbe,wobei es auch wohl roth geädert erscheint. Es hat einen starken, angeneh-men, rosenartigen Geruch, der, wenn es gerieben wird, hervortritt, undeinen aromatisch - bittern Geschmack. Bei der Destillation mit Wasser giebtes ein nach Ambra riechendes Oel, welches im Wasser zu Boden sinkt, undin der Kälte gerinnt. Weingeist zieht daraus ein wohlriechendes Harz.
"LansAiuin rubrum. Das Holz. Rothes Sandelholz.
kterocarpus santaliuus Olim. Rother Sandelbaum.
8^-rt. sexual. 61. XVII. Orä. 4. OiLäeixiiia Oecanstria.
Orcl. nalursl. Oeguniinosae.