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man an dem griesigen Ansehen einer herausgenommenen Probe erkennt. Nunwird sie ausgeschöpft, durch grobe Leinwand oder durch ein feines Sieb inein anderes Gefäß geseihet, und darin so lange stehen gelassen, bis sich dieUnterlage ganz abgesondert hat, worauf sie nochmals mit Lauge gekocht,wieder ausgesalzt und dann wie die vorige Seife behandelt wird.
Die französischen Seifenfabrikanten setzen dem Olivenöle gewöhnlich o,s»Saamenöl zu, weil ohne diesen Zusatz die Seife griesig wird, sich nicht gutschneiden läßt, und keine glatte Schnittfläche bekommt. Hat man ausGlaubersalz bereitete Soda angewendet, so ist die zurückbleibende Seife voneinem Gepalte an Alaunerde und Schmefeleisen sehr dunkel, beinahe schwarz-blau gefärbt, und enthält nur «>,io Wasser. Sie wird nun entweder m. weiße oder in marmorirte Seife verwandelt. Das erste geschieht, indemman sie in einer kleinen Menge heißer schwacher Aetzlauge zergehen läßt,worin sich eine eisenhaltige Alaunerdeseife zu Boden setzt, reine Seife sichals ein weißer Teig auf der Oberfläche ausscheidet, in die Form geschöpftwird, und nach dem Zerschneiden die Tafelseife giebt. Die Bereitung derweißen spanischen Seife soll daher auch nicht in metallenen Kesseln gesche-hen, sondern in von Mauersteinen mit einem gewissen Cämentgemachtenund auf starken eisernen Stangen befestigten Pfannen. Um die Seife zumarmortren, muß man ihr eine gehörige Menge warmer schwacher Laugezusetzen, und sie dann in der Form nicht schnell und nicht zu langsam er-kalten lassen, damit die schwarze eisenhaltige Alaunerveseife durcheilte Artvon Krystallisation sich von der ganzen Masse absondern, und in einzelnenAdern zusammenziehen könne, welche dann der Seife das marnwMeAn-sehn geben. Das Marmoriren geschieht auch wohl durch Einrühren vonEisenvitriol, den man entweder früher durch alkalische Lauge zersetzt hat,oder der diese Zersetzung beim Einrühren durch die in dem Seifenteige nochvorhandene Lauge erfährt; nach Andern wird auch die Farbe durch Indigooder Cochenille hervorgebracht. Diese Seifen werden in bedeutenden Men-gen in den Ländern, in welchen das Baumöl gewonnen wird, als Portugal,Spanien, Italien und Frankreich verfertigt, und zu uns gebracht, daherdie Benennungen: spanische und venetische Seife.
Die gemeine weiße Seife (8»po äoineslicuL nonrar) wird in unsernSeifensiedereien aus Potasche und Talg bereitet, und die Kaliseife durchKochsalz zersetzt.
Die weichen oder Schmierseifen unterscheiden sich von den Natronseifengewöhnlich nicht allein durch den beträchtlicheren Wassergehalt, durch dieCvnsistenz und durch die größere Schärfe, sondern auch durch einen widri-gen Geruch, weil man zu ihrer Verfertigung meistens nur die schlechtestenOel- und Fettarten verwendet. Nach Verschiedenheit des Oeles hat dieSeife eine verschiedene Farbe, und Rüböl und Fischthran geben eine gelbe,Hanföl, so wie eine Mischung von Hanf-, Rüb-und Leinöl eine schmutziggrüne Seife, u. dergl.m. Wendet man angebrannte Fett- und Oelarienoder eine Potaschlauge an, die sehr viel brenzliches Oel enthält, so bekommt