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die Seife eine dunkelbraune Farbe, die man ihr öfters auch absichtlichdurch Ansatz von etwas Eisenvitriol und Galläpfelaufguß (so wie diegrüne Farbe durch Ansatz von Indigo) ertheilt. Diese Schmierseife be-sitzt die Eigenschaft, sich mit dem Fette und andern, organischen Schmutzezu verbinden und sich in dieser Verbindung von den damit imprägnir-tm Körpern mit Wasser wegwaschen zu lassen, wegen des Gehalts anüberschüssigem Kali Noch in höherem Grade als die festeste und weisesteNatrvnseife. Ihre Bereitung kommt nämlich mit der Bereitung derfesten Natronseifen darin überein, daß man das Oel oder Fett mit ei-ner Aetzkaiilauge so lange kocht, bis eS sich ganz verseift hat, sie weichtaber darin ab, daß das Aussalzen unterlassen, und daß sich die gebil-dete Kaliseife von der Flüssigkeit nicht absondert, sondern immerfort darinaufgelöst bleibt, daß also selbst nach der Verseifung, dann nach dem Fil-triren durch Leinwand oder durch ein Sieb, dies Kochen so lange fortgesetztwerden muß, bis die Seife durch das Verdampfen des Wassers die gehörigeConsilien; erhalten hat, worauf sie in Fässer oder andere Gefäße ausgeschöpftund so in den Handel gebracht wird. Diese Seife ist daher nicht allein im-mer etwas alkalisch, oder eigentlich eine Auflösung von Kaltseife in einerschwachen Aetzlauge, sondern enthält auch alle fremdartigen Salze, womitdie zu ihrer Verfertigung verwendete Seifensiederlauge verunreinigt war.
Die Ammoniakseife ist als fluchtige Salbe (ftlnimentum --wm-mistumr. volsiile) bekannt. Die Baryt-, Strontium und Kalkseifen sind in Was-ser völlig unauflöslich. Unter den seisenartigen Verbindungen der Oele mitden Metalloryden, als Mangan-, Wismuth-, Aink-, Blei-und Quecksilbcr-vr»d re., sind besonders die Verbindungen mit dem Bleioryd von medicini-schec Wichtigkeit, weil hierauf die Bereitung der Pflaster, Firnisse beruht.
Es war schon lange bekannt, daß das aus der Seife mittelst einerSäure ausgeschiedene Fett andere Eigenschaften besitzt, als es vor der Ver-seifung besaß, daß es z.B. in Alkohol auflöslich ist, daß es sauer reagirt ic.,welche letztere Eigenschaft man von einem kleinen Rückhalte der zur Aus-scheidung angewendeten Säure herleitete, auch hatte Scheele bei Berei-tung von Vleipflaster entdeckt, daß sich dabei eine eigne zuckerartige Sub-stanz bilde, welche er Vrinoipium cluice oleorum nannte; aber erst Che-vreul (Schw. I. XIV. S. 42». und N. I. ix. S. 172.; Trommsd. 2-XXIV. 1. S. 257.; XXV. 2. S. 357. Und N. I. VI. l. S. 252.) hatdurch eine Reihe interessanter Versuche den Verseifungsproceß aufgeklärt.
Die Fette bestehen, wie schon bei dem Artikel -»Mus gezeigtist, aus einer flüssigen und einer festen Substanz , aus ElaMe und Stea-rine. Diese beiden Bestandtheile gehen bei der Verseifung mit der alkali-schen Basis eine Art salinischer Verbindung ein, oder vielmehr ihre entfern-teren Bestandtheile (Sauerstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff) werden unterBeihülfe des Wassers durch die stark basischen Stoffe veranlaßt, sich in sol-chen Verhältnissen zu verbinden, daß zwei neue Sauren, die Oel- und dieTalgsäure und eine andere nicht saure organische Verbindung, öas soge^
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