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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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884
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nannte Seheele'sche Süß, gebildet werden, welche ersteren sich mit demAlkali verbinden; und dieser Erfolg tritt auch bei Ausschluß der atmosphä-rischen Luft ein. Durch das mächtig elektro-positive Verhalten des Alkali,weiches die entgegengesetzte elektrische Kraft sucht, werden die Fette zurelektro-negativen Thätigkeit aufgeregt, und hierdurch die erwähnten Säu-ren, damit das Kali mit diesen in Verbindung treten könne, gebildet, undgleichzeitig das süße Princip als ein drittes neues Product ausgeschieden.Wir sehen demnach hier auf eine anschauliche Weise, wie sehr das chemischeVerhalten der Stoffe durch die chemische Beschaffenheit derjenigen Stoffe,mit welchen sie in Verbindung gebracht werden, bestimmt wird, und wie imAllgemeinen die fetten Stoffe und Harze zur elektro - negativen Thätigkeithinneigen, ohne daß sie deshalb zu den Sauren gezählt werden dürften.Denn wenn gleich hier durch das -s- E. der Alkalien das — V. der Fetteso hervorgerufen und gesteigert worden ist, daß diese selbst zu Säuren wer-den, so können sie doch auch die Stolle des -ch Gliedes (also der Basis) ineiner Verbindung übernehmen, wenn sie mit solchen Körpern in Berührungkommen, die mit mächtigern— E., z. B. die Schwefelsäure und andereSäuren, ausgerüstet sind, in welchem Falle gleichfalls seifenartigeVerbin-dungen, die sogenannten sauren Seifen, gebildet werden. Bei der Umbil-dung der Fette in Fettsäuren nehmen sie Wasser, oder vielmehr die Bestand-theile desselben in ihre Mischung auf, so daß das Gewicht der Fette umbis Z ,8 Procent vermehrt wird.

Die gewöhnlichen Seifen müssen wir demnach als Mischungen aus ei-nem ölsauren und einem talgsauren Alkali betrachten, deren Verhältnissedurch die relativen Verhältnisse der beiden Säuren, in welchen diese ausdem angewandten Fette gebildet werden können, bestimmt werden. Es istdaher anzunehmen, daß die aus vegetabilischem Oele gebildeten Seifen zumgrößten Theile aus ölsaurem Alkali bestehen, wogegen die aus den festerenanimalischen Fetten gebildeten Seifen größtentheils aus talgsaurem Alkaligebildet sind. Die Consistenz der Seife hängt aber nicht bloß von der Be-schaffenheit der fetten Substanz, sondern, wie wir gesehen haben, auch vonder Beschaffenheit der alkalischen Basis ab. Die EIame läßt sich weit leich-ter in Seife verwandeln, als die Stearins.

Die neugebildeten Säuren können aus diesen salzartigen Verbindungenabgeschieden werden, und zwar durch folgendes Verjähren: i »u Th. Schwei-neschmalz werden mit 60 Th. Aetzkali und zoo Lh. Wasser so lange bisauf beinahe -k-ion° C. erwärmt gehalten, bis eine Probe der gebildetenSeife sich ganz im Wasser auflöst, wozu gewöhnlich 5 — 6 Stunden gehören.Nach abgelassener Mutterlauge wird die Seifenmasse in gnoTH. Wasser beider Siedehitze aufgelöst. Die Auflösung gesteht beim Erkalten zu einerGallerte. Diese Gallerte wird dann in viel kaltem Wasser vertheilt, undeinige Tage hindurch ruhig stehen gelassen, wodurch sich eine perlmutterartigeglänzende Materie absondert, welche sanres talgs. Kali ist. Dieses wirdnun mit einem Uebermaße von schwacher heißer Salzsäure zerlegt, die aus-