öevals eormitum
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braucht. Doch hat er sich auch bei den damit angestellten Versuchen alssehr brauchbar zur Verfertigung von Lichten empfohlen, da die darausverfertigten Lichte sehr hell brennen, auch beim Auslöschen keinen un-angenehmen Geruch verbreiten, wie die aus dem besten animalischenTalge gezogenen Lichte. Einer Analyse zufolge besteht der vegetabilischeTalg aus 10 At. Kohlenstoff (7,5 X 10—75), 9 At. Wasserstoff (1,2;X 9—«,2S) und 1 At. Sauerstoff (—10) (8. 98,25). Hiernach be-rechnet ergiebt sich folgendes Verhältniß der Bestandtheile in ivu Ty.:Kohlenstoff 77,92; Wasserstoff 11,69; Sauerstoff 10,59.
Aber auch im Mineralreiche ist, und zwar zuerst 1756 in Finnland,Talg entdeckt worden. Solchen mineralischen Talg bat man unlängstan den Ufern des Loch - Fyn in Schottland gefunden. Die Substanz hatdie Farbe des Talgs, fühlt sich wie solcher an und ist dabei geschmack-los. Die Masse schmilzt bei 118° und kocht bei 290°. Geschmolzenist sie durchsichtig und farblos, beim Kochen aber wird sie schwammigund weiß, jedoch nicht so sehr wie zuvor. Sie ist unauflöslich in Was-ser, aber auflöslich in heißem Alkohol, Terpentinöl, Baumöl oderNaphtha, fällt aber beim Erkalten der Flüssigkeiten wieder nieder. Imnatürlichen Zustande ist das spec. Gew. dieses Talges — o,g»5, er istalso schwerer als gewöhnlicher Talg. Er verbindet sich nicht mit Alka-lien, und läßt sich nicht in Seife umwandeln. In Flüchtigkeit und Ver-brennlichkeit ist er den flüchtigen Oelen und der Naphtha (?) gleich.
oornutuin. Mutterkorn.
Mißgestaltete Saamen von Lecsls csimalo luinn. (gemeinerRoggen).
Walzenförmige, meistenteils'gekrümmte, oft der Länge nachrunzlige, 6 Linien bis einen Zoll und drüber lange Körner, au-ßen von violettartiger und bräunlichgrauec Farbe, innen mehlig,mißfarbig und von schärflichem Geschmacke.
Mehrere Grasarten, vorzüglich der Roggen, aber auch Gerste undHafer sind einer Krankheit unterworfen, der die Pflanzenpathologen denNamen LIavur gegeben haben, und in welcher die Saamenkörner sichvergrößern oder verlängern, über die Aehre hinausragen, sich unregelmäßiggestalten, eine dunkle Farbe und unangenehmen Geschmack annehmen unddas Mutterkorn bilden, welches als Nahrungsmittel genossen schädliche Wir-kungen hervorbringt. Ueber die Entstehung des Mutterkorns sind verschie-dene Erklärungen gegeben worden. NachFicld(Geiger'sMagazin. Mai182S. S. 201.) entsteht dasselbe durch den Stich einer Fliege, welche diejungen Aehren anbohrt, um den heransfließenden jungen Säst aufzusaugen.Winckler (ebend.Novbr. S. 142.) nimmt eine thierische Crcretion, z. B.Honigthau, als die nächste Ursache an. Vorzüglich aber hat Dr. Robert