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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
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Leoals vornudum

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! (Rust'S Magazin. XXV. 1827. S. 3 .) diesen Gegenstand aufzubellengesucht. Aymen und Beguillet nahmen wahr, daß bei Entstehungdes Mutterkorns die Befruchtung bei dem Roggen nicht erfolgt. Ausdiesem Mangel an Befruchtung schloß Aymen, daß der Fruchtknotenmonströs wird, daß er das Ansehn einer Mole bekommt, und eine an-ders gefärbte und gestaltete Materienmasse ausmacht, die von besondern

^ Hüllen umgeben ist, mit einem Worte, eine Masse ohne Embryo undohne Leben. Beguillet theilt diese Ansicht, und läßt den Regen, dieFeuchtigkeit, sowie den Nebel die Hauptrolle spielen, um den Fruchtkno-ten des Roggens unfruchtbar zu machen. Nachdem nun noch die Mei-nungen anderer Naturforscher angeführt worden, gesteht der Vers., daßdie Bildung des Mutterkorns sehr schwer zu erklären, und diese Schwie-rigkeit au die Natur der bei Bildung des Mutterkorns obwaltendenUmstände geknüpft sey. Dem Mutterkorn geht immer die Erscheinungeines klebrigen, glänzenden, harzartigen Saftes voraus; dieser Saft istein Pilz, dessen Entwickelungsart, Organisation und Wirkungen die größteAufmerksamkeit verdienen^ er bildet in der Mykologie eine neue Gat-tung, die der Vers. Sphacelia nennt. Es entsteht dieser Pilz imInnern der Bälge, und zwar an derselben Stelle, wo sich der Fruchtkno-ten befindet; anfangs ist es ein weicher, flüssiger, klebriger und übelrie-chender Körper, der des Druckes wegen, den er von Seiten der Blu-menhülle erleidet, unförmlich wird. Unter der Sphacelie bemerkt manbald einen schwarzen Punkt, der schnell an Umfang zunimmt; dieser Punktist der Fruchtknoten, der so, wie er allmälig größer wird, den Pilz nachaußen schiebt. Dieser zerreißt bisweilen bei dem Durchgänge durch dieBälge; alsdann findet man alle Blumentheile zusammengeklebt nebst denJnsectcn, die sich bisweilen zufällig darin befinden. Bei regnerischemWetter wird der Pilz von dem Wasser weggespühlt, und man sieht dannnur noch Spuren von ihrer Eriftenz; regnete es nicht häufig, so werdensie größer, und man kann ihre Organisation leichter ausmitteln.

Um sich eine richtige Vorstellung von der Entstehung des Mutterkornszu machen, ist es zureichend, darauf aufmerksam zu machen, daß, wenngleich der Fruchtknoten nicht befruchtet wird, er doch nicht aufhört zu leben,und daß die Sphacelie, die sich gleich in dem ersten Momente der Eristenz anseine Spitze ansetzt, seine Lebensthätigkeiten modificirt, und ihn denselbenGesetzen unterwirft, wie die Blätter und Zweige mehrerer Pflanzen, wennsich auf ihnen Pilze verschiedener Natur (Ureäo, ^eciäium) entwickeln. DieSphacelie also, die Spitze des Grases einnehmend, hindert die Befruchtung,doch wachst daS Ovarium, nach Art der Gallapfel, und wird nach der ver-längerten und gekrümmten Form mit dem Namen Mutterkorn bezeichnet.

Die Entstehung des Mutterkorns ist also nach dem Verf., mit Will-denow übereinstimmend, in einer Störung der organischen Harmonie undim abnormen Verhältnisse der Ernährung der Pflanze, in Krankheit erre-genden Ursachen zu suchen, und es ist dasselbe ein Erzeugniß der Luft