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Magazin XVIII. S. 3. und 1827. Novbr. S. 175.) führt an, daß durch diekleinen,mit den Blättern des Gerberstrauchs verfälschtenSennesblätter nichtnur Uebelbefinden, sondern selbst der Tod herbeigeführt worden sey, nämlichdurch Starrkrampf und eine so heftige Zusammenziehung der Kinnbacken,daß der Kranke einen ihm in den Mund gebrachten zinnernen Löffel zerbiß,undnach 4 Stunden starb. Pe schier (Trommsd. R. I. XVI. 2. S. 57.)stellte hierdurch veranlaßt eine Untersuchung der Blätter des Gerberstrauchs,dessen sämmtliche Theile so adstringirend sind, daß sie zum Gerben undSchwarzsärben dienen können, an, fand aber keinen Bestandtheil, der gif-tig war; auch zeigten Versuche an Hühnern, Hunden und Menschen keineuachthetlige Wirkung. Wenn Nun auch Goua n in seiner lVIsteriLme-lic,die Früchte in gewisser Menge für giftig erkläre, von denen auch Decan-d 01lc anführt, daß zur Zeit des Krieges in Catalonien mehrere französi-sche Soldaten dadurch vergiftet worden seyen, so erfuhr doch auch Peschiervon einem Arzte aus dem südlichen Frankreich, daß die Gerber bei einerBlennorrhagie 4 —5 Gläser eines Aufgusses vom Gerberstrauche täglichtrinken, und P. hält es demnach für wahrscheinlich, daß die Zufälle, diesich nach dem Gebrauche der kleinen Sennesblätter eingestellt haben, vonBlättern irgend einer narkotischen Pflanze, oder von einem zufällig damitvermischten giftigen Präparate herrührten.
Eine andere Verfälschung der Sennesblätter, nämlich mit den Vlättchendes Blasenstrauchs (Lolutea srboreroeitt H.) kann wohl nur bei den soge-nannten kleinen Sennesblättern (kolk» 8ennae psrvss) stattfinden; sie ha-ben nur mit den Blältchen der Lasna oblu-sts Aehnlichkeit, unterscheidensich aber von diesen dadurch, daß sie umgekehrt-eirund, an der Spitze zu-rückgedrückt, oder auch ansgerandet, und daher oft fast umgekehrt-herzför-mig sind, daß sie an der Basis fast keilförmig, nicht fast zugerundet unddaß sie gleichseitig sind. Der Aufguß dieser Blätter hat einen gras- oderkrautartigen Geruch, einen stark bittern, wenig zusammenziehenden Ge-schmack und eine schwach grünlichgelbe Farbe, die durch Kali nicht verändertwird. Oft ss d aber die kleinen Sennesblätter nur die zerstückelten tripoli-tanischen, m.t denen sie denn auch in der Wirkung übereinkommen, jedochkönnen sie nicht zum pharmaceutischen Gebrauche benutzt werden.
Seit dem Fahre 1821 ist auch eine Sorte Senuesblätter unter demNamen der indischen (?olis8enn->einüicseoderk'oiia 8enn,e lle lVIollks)im Handel vorgekommen, die sich durch ihre größere Länge im Verhältnißder Breite, durch ihre blaß gelblichgrüne, in das Graue ziehende Farbeund durch den anscheinenden Mangel der Haare unterscheiden (Buchn. Ne-pert. XVII. 1. S. 6g.). Sie kommen in Kisten oder Ballen von i»o bis200 Pfund sehr dicht gepackt vor und sollen auf der Westküste Afrikas von derInsel Gorea bis Sierra Leone und in ganz Senegambien von Lar-is «Ion-xsts Teinsire gesammelt werden. Nees v. Esenbeck d. I. (Brandes'sArchiv 1823. III. S. 2S4.) hat aus dem Saamen Pflanzen gezogen, welchemit Lemaire's Beschreibung übereinstimmten. Hayne erklärt sieb da-