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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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918 LenpentAria

lich-gelblicher oder bräunlich-grüner, inwendig von weißlicher oder gelb-licher Farbe, in der Mitte mit einem rostfarbenen Punkte versehen. Siehat einen sehr durchdringenden, gewürzhaften, campherarrigen und et-was der Baldrianwurzel ähnlichen Geruch, und einen ähnlichen beißen-den und erwärmenden bitterlichen Geschmack.

Sie soll bisweilen mit der vicginischen Haselwurzel (Ü5srum vir-glnicum) vermischt vorkommen, .die sich aber schon durch ihre schwarzeFarbe unterscheidet.

Bucholz (Berl. Jahrb. i3o7. S. 129.) erhielt durch Cohobationdes schon über Serpentaria abgezogenen Wassers über neue Wurzeln ei-nige Gran eines blaßgelben ätherischen Oels von bitterlichem, ziemlichbrennendem Geschmack, im Gerüche einem Gemische von Campher undBaldrianöl ähnlich. Die in der Retorte enthaltenen Wurzeln gaben nachdem Auskochen einen Rückstand, der etwas dunkler grau als vorher aus-sah. Die klar abfiltrirten Absude gaben ein schwarzbraunes, auf derOberfläche glänzendes, gepulvert gelbbraunes, etwas ins Nördliche fallen-des Ertract, von sadem, kaum merklichem Gerüche, und scharf bitterm Ge-schmacke, aus der Luft Feuchtigkeit anziehend. Aus dem staubigen Rückständezog siedender Alkohol einige Gran aus, die mit Wasser behandelt in dunkelröthlichbraunes Harz und in sogenannte» Seifenstoff von stark bitterm undscharfem Geschmacke zerfielen. Die mit Wasser ausgekochten Wurzeln wur-den nun mit absolutem Alkohol digerlrt, wodurch eine schmierige, grünlich-gelbe, ins Bräunliche fallende Masse erhalten wurde, die sich in Lerpenthinölund Schwefeläther leicht auflöste und zu den Weichharzen zu zählen ist.

In eurer andern Analyse digerirte Bucholz zuerst mit Weingeist,die Tinctur war dunkel gelbbraun, roch und schmeckte stark nach Ser-pentaria. Das geistige Ertract wurde mit Wasser ausgekocht; das un-aufgelöst bleibende Harz hatte die Consistenz einer Salbe, eine grünlich-braune Farbe, und einen bittern, etwas beißenden, dem Oele nichtunähnlichen Geschmack. Aus der wäßrigen Auflösung sonderte sich nochetwas Harz ab; zur Trockne verdunstet bestand der Rückstand aus Sei-fenstoff und schleimigen Theilen. Der Seifenstoff war gelbbraun, insRothe fallend, zog die Feuchtigkeit stark an, schmeckte durchdringend bitterund etwas weniges beißend, und war in absolutem Alkohol auflöslich.

looo Th. der Wurzel enthalten: ätherisches Oel, als vorzüglich cha-rakterischen Bestandtheil 5; ein schmieriges, bitteres, dem Oele in sei-nen Eigenschaften ähnliches Harz 28-; einen noch bitterern Seifenstoff17; grimmigen Ertractivstoff 18t; Pflanzenfaser 624; Verlust, größten-theils der Feuchtigkeit der Wurzel zuzuschreiben, da io»u Th. bei sehrmäßiger Wärme schon 120 Th. verloren, 144z. 8 . — rooo.

Chevallier (Trommsd. N. I. V. 2 . S. 78.) erhielt gleichfallsein wesentliches Oel. Der Rückstand von der Destillation rölhete dasLackmusvapier. Das Ertract wurde mit Alkohol behandelt, welcher alleBitterkeit aufnahm, und so eine geringe Menge einer harzigen Materie,

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