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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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919
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serpMuin giH

eine in Wasser und Alkohol auflösliche gelbe Materie, Gummi und Ei-iveißstoff geschieden. Ein anderer Theil des Ertracles wurde mit essigs.Bleioxyd niedergeschlagen; die gefällte Säure war Aepfelsäure und einekleine Menge Phosphorsäure. Jod zeigte in der Abkochung kein Stärke-mehl an; jedoch hinderte bloß die Härte der Oberhaut die auflösendeKraft des Wassers, denn wenn man die gekochte Wurzel zerreibt undeinen Tropfen Jvdauflösuug zusetzt, so entsteht sogleich eine violette Farbe.

Nach Eherallier enthält die Schlangenwurzel: 1) ein flüchtigesLei, welches den Geruch der Wurzel hat; 2) Stärkemehl; z) eine har-zige Materie; 4 ) eine gummige Materie; 5 ) Eiweiß; 6 ) eine gelbebittere Materie, die eine Reizung im Schlunde verursacht, in Alkoholund Wasser auflöslich und als der wirksame Bestandtheil anzusehen ist(Bucholz's Seifenstoff); 7 ) Aepfelsäure und Phosphorsäure mit Kaliverbunden; 8 ) eine kleine Menge äpfels. Kalk; 9 ) Phosphors. Kalk;tt>) Eisen; ii) Kieselerde.

Peschier (Laschend, kürz. S. ISO.) fand in iv Unzen Wurzeln:flüchtiges Oel, einige Tropfen; ein fettes aromatisches Lel 42 Gran;ein braunes Harz ieig Gran; Isolusin, eine von P. in der Senegawur-zel aufgefundene Substanz, 150 Gr.; einen gelbfärbenden Stoff; einegummöse Substanz; Aepfel- und Phosphorsäure. Durch ihre gegensei-tige Einwirkung aufeinander sind nach Peschier alle diele Stoffe inkochendem Wasser auflüslich, und ein heißer Aufguß der Wurzel besitztdemnach die ganze Wirksamkeit derselben.

Das frische Kraut der Serpentaria und dessen Saft soll ein beinahesicheres specifisches Mittel gegen den Biß mehrerer giftigen Schlangen,und sogar den Schlangen selbst schädlich seyn. Bei uns wird die Wur-zel als ein die-Blutwärme vermehrendes, fieberstülendes und antihpste-risches Mittel in Pulverform oder auch zweckmäßig im heißen Aufgriffeverordnet. Sie muß sorgfältig, am besten in steinernen mit doppeltemPapier verschlossenen Kruken, verwahrt, auch das Pulver nicht auf zulange Zeit vorräthig gehalten werden.

Lei-pMum. Das Kraut. Fcldkümiiielkrant. Quendel.

Lenji^IIurn IHnn. Ein europäischer, an sonnigen

Stellen sehr häufiger kleiner Strauch.

Das bittere und gewürzhafte Kraut, von angenehmem Ge-rüche, mit gestrecktem Stengel, kleinen, gegenüberstehenden, kurzgestielten, eiförmigen, stumpfen, au der Basis wimperigen Blät-tern, mit kopfförmigen, purpurröthlicheu Blumen. Im Mo-nat Juni und Juli einzusammeln. Die Varietät oder Art mitlaucettfvrmigen Blättern ist von derselben Wirksamkeit.

llchg-mur 8 evp^!Ium b.inn. Der Feldkümmel. Quendel.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pfluz. Lief. XIV. Taf. t'.