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Menge, als Bernstein ausgeflossen seyn muß, wohl aber giebt Las süd-liche Amerika Beispiele der reichlichsten Harzergüsse, wovon Schw. melftrere merkwürdige, ganz mit Jnsecten angefüllte Stücke, unter dem Na-men Kopal, in England sah.
Hinsichtlich der Frage, zu welcher Familie der Baum, aus welchemdas nun unter dem Namen Bernstein bekannte Harz floß, gehöre, erklärtsich Schw eigger gegen die frühere Annahme, daß er eine Palme gewesensey, und beweist, daß er unter die Dikotyledonen gehörte, mitbin keinePalme seyn könne. Schw. sah eine Frucht im Bernstein, welche ihm derErle sehr ähnlich schien; in einem andern Stücke sah er einen kleinen Stro-bilus, der allem Anscheine nach einer (unbekannten) Species der Gattung?inus angehörte, wenigstens nur zur Familie der Coniseren sich bringenließ. Auch Herr Hofapotheker Gärtner (Geiger's Magazin 1828. März.S. 213.) tritt bei Zusammenstellung der Meinungen über den Baum, wel-cher den Bernstein geliefert hat, derjenigen bei, daß er zu der Gattunggehörte, um so mehr, als man auch aus Terpenthinarten Bernstein-säure erhalten hat (Vergl. S. 16.). Es wird von Schweigger fürwahrscheinlich erklärt, daß nicht aller Bernstein von einer einzigen Baum-species kam, und als unzweifelhaft angegeben, daß der Bernsteinbaum unterdiejenigen Körper gehört, die erst bei der letzten Revolution, welche dieErde erlitt, untergingen, und vor welcher der Norden nicht ei» tropi-sches, wohl aber ein warmes Klima hatte, wie der Anblick der Fossilien derobersten Erdschicht lehrt. Palmen finden sich in den Bernsteinlagen nicht,doch sind Bäume, welche ein so flüssiges Harz liefern, als das Bernstein-harzgewesen seyn muß, auch keinesweges bloß der heißen Zone eigen. Keinin Bernstein eingeschlossenes Blatt oder Inlett, welche gar nicht selten vor-kommen, und die Annahme, daß der Bernstein ein ausgeflvffenes Baumharzsey, bedeutend unterstützen, wurde bis jetzt bekannt, aus dessen Bildungman schließen könnte, daß es einem heißen Erdstriche angehörte. Die Um-stände, welche beweisen, daß zur Zeit der Bernsteinbildung Preußen ein süd-liches aber nicht ein tropisches Klima hatte, leiten auf den Satz, daß da-mals ein Klima, wie es jetzt in Gegenden sich findet, welche den Tropen-ländern nahe liegen, nahe an die Pole sich erstreckte, und mithin die kalteZone auf einen schmaleren Erdstrich beschränkt war, als gegenwärtig.
Daß Wasser den Untergang des Bernsteinbaumes herbeiführte, läßt sichaus der Neigung der Bernsteinlager vom Lande abwärts in den Boden derSee, und aus dem Umstände, daß das preußische Gestade aufgeschwemmtes
Erdreich ist, mit Sicherheit annehmen. Der Untergang dieser Bäume warbei den stets plötzlich eingetretenen Revolutionen der Erde plötzlich, und ei-niger Bernstein muß noch weich ins Wasser gekommen seyn. Das merkwür-digste Beispiel dieser Art, das Schweigger sah, besitzt Herr Medici-nalrath Hagen, nämlich einen der zwischen zwei Bernstein-
stückchen liegt, die mit einander sich verbunden hatten.
Wenn die Bernsteinsäure in ihrem chemischen Verhalten von den Pflan-