g56 8uoernum <01eum) Lul^liun
8nc«inum. Das rohe Oel. Rohes Bernsteinöl.
Wird in chemischen Fabriken durch trockne Destillation desBernsteins bereitet,
Ein empyreumatisches, dickliches, braunes Oel von bituminö-sem Gerüche. Auf Zusatz von concentrirter Salpetersäure erhitztes sich, entzündet sich oft, und hinterläßt eine einigermaßen nachMoschus riechende Masse. Es sey nicht mit Lerpenthiuvl ver-unreinigt. Sxec. Gew. --- 0,886.
Das Bernsteinöl wird bei der Bereitung der Bernsteinsäure gewon-nen; das zuletzt übergehende ist dunkler, dickflüssiger und übelriechender,Die harzartige Masse, welche bei Einwirkung der conceumrten Sal-petersäure auf das Bernsteinöl gebildet wird, ist besonders früher unterdem Namen lVIoscliu! arliüoi'»!^ als Heilmittel innerlich, mit Eigelbabgerieben, gebraucht worden. 1 Lh. Helles klares Bernsteinöl wird mit8 Th. concentrirter Salpetersäure in einer geräumigen gläsernen Reib-scdale zusammengemischt. Es entsteht bedeutende Erhitzung und Auf-blähung, und es bildet sich ein orangegelbes oder bräunliches, weiches,zähes Harz, welches mit Wasser wohl ausgewaschen wird. Es ist inWeingeist löslich, und hat einen eigenthümlichen bisamartigen Geruch.
Lrlixkui' vitrirmm seu in baoulis. Gelber oder Stfllftgenschwefel.
Wird aus Schwefel enthaltenden Erze» an verschiedenen Or-ten auSgcschmolzen.
Ein« entzündliche, in Stangen geformte, zerreibliche Mate-rie, von citronengelber Farbe, mit erstickendem Gerüche undblauer Flamme verbrennend.
Lulxltui'. Blumen. Schwefelblumen.
Werden in chemischen Fabriken aus dem Schwefel, oder ausSchwefel enthaltenden Erzen durch Sublimation bereitet.
Ein sehr feines Pulver von citronengelber Farbe, im Feuermit blauer Flamme verbrennend, und das erstickende schweflig-saure Gas entwickelnd. Das nicht ausgewaschene wird gemei-niglich durch anhängende Schwefelsäure verunreinigt. Man hütesich, daß der Schwefel nicht durch Arsenik, auch nicht durchSelen verunreinigt ftp, was an der ins Pomeranzengelbe über-gehenden Farbe ersichtlich ist.