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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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957
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Der Schwefel, schon in den ältesten Zeiten bekannt, kommt häufig vorUnd zwar gediegen, in durchscheinenden oder undurchsichtigen Massen, welchelagenweise den Gpps, den Thon und andere Erdarten durchziehen; derSchwefelberg in Amerika zwischen Quito undCuenya (2° u,' S.B.) ent-hält den Schwefel in Gestalt kleiner, 2—5 Zoll großer abgesonderter Klum-pen in den Quarz eingesprengt; dann auch als natürliche Schwefelblumenin der Nähe von Vulkanen, als zu Solfatara im Neapolitanischen, im Kir-chenstaate, in Sicilien, Island, Guadeloupe, in Amerika», s. w., und erfindetM? in manchen Gegenden von Sicilien und Italien in solcher Menge,daß erdurch Bergbau gewonnen, und als Handelswaare verführt wird, undzwar zum Theil ohne weitere Reinigung. Sehr häufig ist auch sein Vor-kommen in Verbindung mit Metallen, im Schwefeleisen, Schwefelkupfer:c.;ferner mit Sauerstoff und Wasserstoff zu Schwefelsäure und zu Hydrothion-saure, und als solche mit Salzbasen zu Salzen verbunden; er findet sichendlich auch als Bestandtheil der Pflanzen und Thiere, so z. B. in demSenfe, dem Stinkasand, mehreren Hülsenfrüchten, der Eibischwurzel rc.,im Thierretche in den Eiern, Haaren rc.

Der natürliche Schwefel wird durch Schmelzen und Abgießen vom ge-bildeten Bodensatze oder durch Destillation gereinigt. Aus den Schwefelme-tallen, vorzüglich dem Schwefeleisen, welches in der Natur ziemlich häufigvorkommt und Schwefelkies genannt wird, erhält man den Schwefel durchDestillation in großen, länglichen, cylindrischen Gefäßen, die theils aus Ei-sen, wie in Schweden, theils aus Töpfergnt, wie an mehreren OrtenDeutschlands, verfertigt sind. Diese werden in einen besonders dazu einge-richteten Ofen in horizontaler- Stellung eingemauert, und an der Oeffnungderselben werden kleine eiserne Kolben eingekittet. Wenn der Schwefelkiesin diesen Destillationsgefaßen bis zu einem gewissen Grade erhitzt ist, ver-flüchtigt sich ein großer Theil feines Schwefels, und sammelt sich in denkleinen Eisenkolben, welche kühl erhalten werden. Nebenbei sickert ein TheilSchwefel durch die Masse des Kolbens durch. Dieser heißt Tropfschwefelund ist ganz rein. Der im Kolben selbst angelegte Schwefel wird nachherherausgenommen, umgeschmolzen und in besondere Holzformen zu Stangenausgegasten. Dies ist der im Handel vorkommende Stangenschwefel. Einewohlfeilere Gewinnungsweise ist jetzt an einigen Orten gebräuchlich geworden,die darin besteht, daß man den Schwefelkies in eigeneOefen einsetzt, welchelange, liegende Schornsteine haben, die zunächst am Ofen von Ziegeln ge-mauert, übrigens aber aus Holz gebaut sind. Die Schwefelkiese werden imOfen angezündet, und brennen dann von selbst fort. Durch die dabei er,zeugte Hitze wird der Schwefel ausgetrieben, und folgt dem aufsteigendenRauche, setzt sich aber in den Holzschloten, durch welche er zieht, ab. 2 mSchwefelkiese ist daS Eisen mit zwei Theilen Schwefel vereinigt, wovonder eine Theil durch Erhitzung ausgetrieben werden kann. Wird der Schwe-felkies unten angezündet, so wird in den zunächst darüber befindlichen La-gen die eine Hälfte des Schwefels ausgetrieben, welche als Dampf weg-