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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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985
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Umenlilla^ gü5

1'oi-mentMs. Die Wurzel. Tormcntillwurzel.l'orinsntiUs nrooln I-inn. Eine ausdauernde Pflanze Eu-ropas.

Eine walzenförmige, oberhalb fingersdicke, über zwei Zolllange, höckerige, harte, mit zahlreichen Wurzelzasern besetzteWurzel (Wurzelstock), mit rothbrauner Oberhaut, schwarzpur-purrother dichter Rinde, hellrothlichem Holze und Marke, vonsehr zusammenziehendem Geschmacke. Sie werde im Frühlingei eingesammelt.

polentillu Umenlilla Llolirsnli. Tormentillfingerkraus.Simon. 1'ormkiiiills ereetL Oinn. Aufrechte Tvrmentille.

Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. II. Taf. 48 .

8yst. sexusl. 61. XII. Orck. 5. leoianüria pol^g^nia.

Orck, »stursl. Isoiacese,

Die-Tormentille wächst häufig auf trocknen Wiesen und in Wäldern.

Aus einer Wurzel kommen mehrere Stengel, welche schwach, fein-haarig, ästig, höchstens i Fuß hoch, fast aufrecht sind, und öfters amGrunde uiederliegen. Die Blätter sind sitzend, abwechselnd, gewöhnlichfünf-, zuweilen siebenzählig. Von den eiförmig-lancettförmigen, ge-sägten oder tief eingeschnittenen, unten feinhaarigen Klatschen sind diedrei mittleren größer und etwas gestielt. Die gelben Blumen stehen mden Blattwinkeln auslangen, fadenförmigen, einblüthigen Stielen. DerKelch ist einblättrig, achtspaltig; die Blumenkrone vielblättrig, die um-gekehrt-herzförmigen Blumenblätter sind ausgebreitet.

Die Blüthezeit dieser Pflanze ist Juni und Juli. ^

Die ofsicinelle Wurzel enthält im frischen Zustande einen rothenSaft. Sie ist geruchlos, besitzt aber einen äußerst herben zusammenziehen-den Geschmack. Der kalte wäßrige Aufguß ist röthlich gefärbt, wird durchGallertauflösnng ganz milchig, und setzt einen hellröthlichen Niederschlagab; mit schwefelsaurem Eisenorydul wird er purpurfarbig, welche Farbeaber allmälig durch Grün und Dunkelgrün in Schwarz übergeht; dievrydirten Eisenauflösungen geben sogleich eine schöne dunkelgrüne Farbe.

Die Abkochung der Wurzel ist hellbraun, der Geschmack schwach bit-terlich, sehr stark zusammenziehend, hintennach süßlich, der Geruchetwas aromatisch, wie nach Rofenholz. Durch Eisenauflösungen wird sieblau und blaugrün gefärbt. Das mit Gallerte vollkommen (fleischfarbig)niedergeschlagene und filtrirte Decoct giebt mit der Auflösung des salzs.Eisens eine schön grasgrüne Farbe. Die Abkochung schimmelt sehr bald,ohne daß sich jedoch Gallussäure absetzt.

Das über Tormentillwurzel abgezogene Wasser hat den Geruch nachRosenholz. Der Alkohol zieht eine schöne dunkelrothe Tinctur aus.