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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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987
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wurzelnden Stengel und Aeste, sobald sie einem Baum begegnen, sich andem Stamme desselben durch kleine Scitenwurzeln festhalten und umschlin-gen, sich in viele Aeste zertheilen, und gleich unserm Epheu bis zu den Gipfelnder Bäume steigen. Er wird zu den gefährlichsten Giftpflanzen gezählt.

Die Wurzel ist holzig, seitwärts treibend, röthlich und hat wenigeFasern. Der holzige Stamm ist dünn, wurzelnd, ästig, oft gebogen undläßt sich brechen. Die Rinde desselben ist graubraun und die der jun-gem Zweige grünlich, etwas gestreift und gefleckt. Die runden, gefurch-ten , feinbehaarten Aeste stehen Wechselsweise, sind lang, fein, seltengezweigt, und tragen nur an den jährigen Trieben Blätter und Blüthen.Die Blätter sind abwechselnd, langgestielt, abstehend, dreizählig, dieBlätt-chen fast z Zoll lang, oben dunkelgrün, unten blaßgrün, schief-eiförmig-zugespitzt, das mittlere länger gestielt. Gewöhnlich finden sich 4 — 5Blätter an den jährigen Trieben. Die kleinen, gelbgrünlichen Blu-men bilden in den Blattwinkeln kurze, ästige Rispen. Gewöhnlich fin-det man Zwitterblumen, besonders bei den cultivirten; zuweilen sinddie Geschlechter ganz getrennt, oft auch gemischt.

Die Pflanze blüht im Juni, Juli und August.

Der Giftsuma ch enthält in allen seinen Theilen einen weißlichen,harzigen und äußerst scharfen, schwarzfärbenden Saft. Die Schärfedieser Pflanze ist wohl, zum Theil wenigstens, flüchtiger Natur, daschon die Ausdünstungen jene Wirkungen hervorbringen, welche noch un-fehlbarer bei Berührung, und besonders beim Abpflücken der Blätter,wobei wahrscheinlich die Bläschen, welche die giftige Schärfe einschlie-ßen, zerrissen werden, sich zeigen. Diese bestehen in einer ganz eigen-thümlichen Ausschlagskrankheit, welche mit den hitzigen Ausschlagskrank-heiten die größte Aehnlichkeit hat. Diese Krankheit beginnt mit einemJucken, das gewöhnlich erst einige Stunden, ja selbst einige Tage nachder Berührung, oder nachdem man sich den Ausdünstungen ausgesetzthat, eintritt, worauf Blasen, Entzündung der Haut, Aufschwellen desKörpers folgen, und diese Krankheit kann selbst lebensgefährlich werden.Diese Wirkungen der flüchtigen Schärfe hat Krüger (Archiv für diePharmacie von Schaub und Piepenbring. 1802. S. 2K1.) an sich selbsterfahren, und dabei bemerkt, daß die Ausdünstung und Berührung derBlätter bei heiterm Wetter und Hellem Sonnenschein gefahrlos, bei trü-bem regnigem Wetter und gegen Abend vorzüglich gefährlich sey. SchwarzeFlecken bekam Krüger jedesmal an den Händen, mit welchen er die Blät-ter gepflückt hatte, auch wenn die eigentliche Allsschlagskrankheit wegblieb.Or. Hunold zu Caffel (Ebend.) sah im Nordamerikanischen Kriege dieFolgen von den Ausdünstungen des Giftsumachs an Soldaten, welche umein Feuer gelagert gewesen waren, das zum Theil durch grünes Reisig vomGiftsumach unterhalten worden war; kein einziger Mann blieb verschont.

Die von Van Mons (Trommsd. I. IX, 1. S. 209.r angestelltenVersuche, nach welchen die flüchtige Schärfe in Kohlenwafferstoffgas beste-