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hen soll, in welchem ein giftiges Miasma aufgelöst sey, sind völlig un-befriedigend. Auch Achard' s Versuche (Crell's Ann. 1787. l. S. SS7.und 791 .) geben keinen Aufschluß über die Natur der Schärfe. Deraus den Blättern ausgepreßte Milchsaft erschien grün und trübe, klärtesich aber durch Absetzung des gewöhnlichen grünen Satzmehls nach 24Stunden vollkommen auf. Dieser Saft hatte einen starken und widri-gen Geruch, der mit dem Gerüche kleingehackter Blätter von grünemKohle die meiste Aehnlichkeit hatte. Der zur dicken Syrupsconsistenzabgerauchte Saft hatte allen Geruch verloren. Der Saft selbst röthetedie Lackmustinctur nicht; durch salpeters. Silber wurde ein reichlicher erstweißer, dann aber auch an einem finstern Orte schwarz werdender, unddurch salpeters. Quecksilber ein gelber Niederschlag darin hervorgebracht.
Außer dem fluchtigen Stoffe enthalten die Blätter des Gistsuniachsbesonders Gerbestoff, Gallussäure, Stärkemehl, Schleim, wahrscheinlichauch Harz. Eine genaue Untersuchung fehlt noch.
Der Gistsumach wird in Pulverform, im Aufgriffe, in der geistigenTinctur, auch wohl im Ertract verordnet. Die geringe Gabe, in welcherdieses Mittel gereicht wird, spricht dafür, daß ihm auch im trocknen Zu-stande nicht alle narkotische Wirkung abgehe; doch ist es auch vom ProfiF 0 uguier in sehr großen Gaben ohne den geringsten Nutzen gegebenworden.
1>sAa«sntlis. Das Gummi. Traganth.
Ein an der Luft erhärteter Saft irgend einer unbekannten ArtAslra§alns klirrn, aus Kleinasien.
Ein Gummi in verschieden gestalteten, oft auf mancherleiArt gedrehten, halbdurchscheinenden, auf dem Bruche glänzen-den, weißen und gelblichen, geruchlosen, in Wasser zu einemdicken Schleime aufschwellenden, sehr schwer aufzulösende» Glücken,von fadem Geschmacke. _
^rii-sgalus verur Olivier. Der wahre Traganthstrauch,
Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. X. Taf. 7.
Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XI. Taf. 24.sexual. Ll. XVll. Orü. 4 . viaäslpliia OecaNüria.
Orck. natural. b-eguniinosae. Dril>. Toleas.
To urnefort hatte rislragalus crstieur dünn. als die Mutterpflanze,des Traganths angegeben. Später wurde Xstrsgalus gummiter i.»l>illar-rliere als Mutterpflanze genannt, was von Sieb er zweifelhaft gemachtwurde (Hänle's Magazin. März 182z. S. 32 Z.). Der Tragantb wirdnicht aus Kreta, sondern aus Kleinasien, hauptsächlich vorn Berge Jda be-zogen (Buchn. Repert. XVII. S- 45 Z.), und die Art, welche ihn liefert, istsowohl von X. creticur als von X. gummiler verschieden, wächst auf diesemBerge in einer Hohe von 4 — 50» Klaftern, und ist von Olivier als