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Ärlrägalur verur beschrieben. Daß tb, rreticur nicht- bie Mutterpflanzeseyn könne, hatSieber dargethan, und er sowohl als auch Nees v.Esenbeck nehmm den verur als die wahre Mutterpflanze an.
Der Stengel dieser Pflanze ist strauchartig, sehr ästig, 2 —z Fußhoch und ungefähr einen Zoll dick. Die zahlreichen Aeste stehen aufrecht,und sind dicht mit an der Spitze abstehenden dornigen Schuppen bedeckt,die von dem stehenblribenden untern Theile der Blattstiele und der Aster-blätter gebildet werden. Die Blätter stehen genähert an den Spitzender Aeste, sind ungefähr 15 Linien lang, aus 8 — 10 Paaren gegen-ständiger Fiederblättchen zusammengesetzt, und am Grunde mit zweizugespitzten Rebenblättchen umhüllt. Die Blättchen sehr schmal, bor-stenartig zugespitzt und behaart. Der gemeinschaftliche Blattstiel an derSpitze dornspitzig; beim Abfallen der Blättchen bleibt nur der untereTheil des Blattstiels zurück. Die Blüthen gelb und sitzen in denBlattwinkeln an der Spitze der Aeste gehäuft. Der kurze Kelch und dieDeckelblättchen sind mit wolligen Haaren bekleidet.
Der Saft dieser Pflanze, der in den Monaten Juli bis Septem-ber, theils von selbst aus dem Stengel, theils an verwundeten Stellendesselben heraustritt und an der Luft erhärtet, ist das Lraganthgummi.Wir erhalten dasselbe in schmalen, fadenförmigen, gedrehten und ge-wundenen Stückchen. Je Heller und weißer das Gummi ist, desto mehrwird es geschätzt, und hiernach bestimmt sich auch der Preis der imHandel vorkommenden Sorten, nämlich Oummi Di-Ägacauibas eiec-tum , naturale und rorckickum , welches letztere nur höchstens zur Be-reitung der Räucherkerzenmaffe angewendet werden darf.
In kaltem Wasser schwillt der Traganth stark auf, und giebt einekleisterartige Masse, er läßt sich aber bis zur völligen Durchsichtigkeitdarin nicht auflösen, und setzt einen stärkemehlartigen Bodensatz ab,der in der Siedehitze zur opalartigen Durchsichtigkeit sich in dem übri-gen Schleime auflöst.
Bucholz (Almanach 1815 . S. 61.) hat über den Traganth eine sehrgenaue Arbeit geliefert. Auch bei der stärksten Verdünnung der Auflösungdes Traganths in Wasser, von welchem 1 Th. mit 100 Th. Wasser eineneben so dicken Schleim gab, als 1 Th. Mimvsengummi mit 4 Th. Was-ser , lief die Lösung nicht klar durch, indem aufgequollene Theile beigemischtwaren, die allmälig die Poren des Filters verstopften. Die durch den auf-gequollenen gallertartigen Stoff trübeund dickliche Lösung wurde durch Am-moniak, und besonders durch Salzsäure vollkommen klar und dünnflüssiger;Salpetersäure klärte dagegen nicht. Es ergab sich aus diesen Versuchen, daßdie Lraganthlösung aus zwei Substanzen bestand: 1) aus einem eigentlichengummigen Stoffe, und 2) aus eingemengter Traganthgallerte, die durcheinen eigenthümlichen Traganthstoff gebildet war.
Behufs einer genauen Analyse wurden also tun Gran Traganth mit258 Unzen Wasser allmälig übergössen, und zum Absetzen der Traganthgal-