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lerte hingestellt. Die klare Gummilösung wurde mit einem Heber abgenom-men, der Rückstand von neuem mit kaltem Wasser umgerührt, und dadurchauf einen immer kleineren Raum zurückgebracht. Die klare filtrirte (wozu8 Tage erfoderlich waren) Gummilösung gab nach dem Verdampfen einengelblichweisen Rückstand, der mit dem arabischen Gummi ganz übereinkam.
Ganz anders verhielt sich dagegen der eigentliche Traganthstvff, der sichals ein eigenthümliches Princip des Pflanzenreichs bewies. Im trocknenZustande erscheint er schmutzig weiß oder gelblich, durchsichtig oder durchschei-nend, von muschligem Bruche, leicht pulverisirbar, geschmack- und geruchlos.Er zeigte gegen Wasser die beim Bafforin erwähnten Eigenschaften, undwurde gleichfalls durch längeres Kochen in ein dem arabischen gleiches Gum-mi verwandelt. Diese Verwandlung wird beschleunigt durch Zusatz von et-was Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure oder Ammoniak. Die ver-dünnte wäßrige Auflösung desselben wird durch Bleizuckerauflösung kaumge-trübt, dagegen das Bleiertract gefällt, eben so durch salzs. Zinnorydulund salpeters. Quecksilberorpdul, dagegen durch Eisenauflösungen, sowohlorydulirte als orydirte, und Kieselkalilösung nicht afficirt.
In lou Th. Traganth fand Bucholz 4Z Lh. Traganthstoff und57 Th. eigenthümliches Gummi.
Gehlen hat eigentlich zuerst die Zusammensetzung des Traganthsaus r Substanzen dargethan. Bestock führt es noch als etwas Cha-rakteristisches an, daß der Traganthschleim von der Goldauflosung pur-purroth und beinahe schwarz gefärbt wird. Nach einer Beobachtung vonVogel wird dicker Traganthschleim durch Zusatz von pulverisirtem ara-bischem Gummi ganz dünnflüssig, wie arabischer Gummischleim.
Pros. Frommherz (Geiger's Magazin. August 1826. S. 169.)be-merkt, daß jedes Traganthgummi Stärkemehl enthalte, das unreine braunemehr als das reine weiße. Die Reaction ist am stärksten, wenn man daszerstoßene Gummi mit Wasser kocht, und zu der noch heißen Lösung einigeTropfen Zodtinctur bringt; der reine Traganth färbt sich dadurch gesättigtblau, der unreine ganz dunkelblau, wie reines Stärkemehl. Das Stärke-mehl ist aber nicht eins mit dem Bafforin, und der in kaltem Wasser un-lösliche Theil des Traganths ist ein Gemenge von Stärkemehl und Bafforin,welches letztere aus der Auflösung in kochendem Wasser beim Erkalten zuBoden fällt. Der Traganth ist demnach das einzige von selbst ausfließendeGummi, in welchem man bis jetzt Stärkemehl gefunden hat.
Das Traganthgummi wird wie das arabische Gummi gebraucht; esmacht das kochende Wasser in geringer Quantität sehr schleimig, ist abernicht so geeignet zur Mischbarmachung der Oele, Harze, Balsame u. s. w.wie das arabische Gummi; auch zur Bildung von Pillenmassen ist es nicht
zu empfehlen, da diese bald sehr austrocknen, und dann unauflöslich werden.
Als Ersatzmittel des Traganths soll in England in den Cattunfabrikendas im Aeußern dem Traganth sehr ähnliche Gummi Kuteera (Kuckr,)in großer Menge verbraucht werden. Dasselbe kommt von einem in Hw-