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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Vinuni

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sind rund oder eiförmig, bei einigen Spielarten erreichen sie die Größeeines Zolles, bei andern werden sie nicht größer als eine Erbse; siesind bald mehr bald weniger schmackhaft. In Spanien allein hat man120 Spielarten gezählt.

Die reifen Weintrauben sind mit einem außerordentlich saftigen,milden und süßen Brei angefüllt, und gehören zu den angenehmstenund schmackhaftesten Früchten. Der ausgepreßte Saft dieser Tranbengiebt durch die Gährung die verschiedenen Sorten des Weins, dessenEigenthümlichkeit demnach von der Art der Traube, dessen Güte abergrößtentheils von den klimatischen Verhältnissen und der günstigen Wit-terung abhängt; denn es ist bekannt, daß heiße und trockne Sommersüßere und wohlschmeckendere Trauben, und demnach geistreichere undvorzüglichere Weine geben, als kalte und nasse Sommer.

Zur Zeit der Reife werden die Trauben gelesen, in Butten zerstampftoder mit den Füßen zertreten. Der dabei auslaufende Saft heißt Most.Man läßt denselben ; oder 4 Tage lang auf seinen Trebern stehen, wäh-rend welcher Jett die Gährung eintritt, die sich durch Trübung der Flüssig-keit, durch Erhöhung der Temperatur und durch aufsteigende Blasen vonkohlens. Gas ankündigt, welches sich in so ungeheurer Menge entwickelt,daß die Keller, in welchen die Gährungsfäffer aufgestellt sind, für dieseZeit unzugänglich werden. Die entweichenden Gasblasen bringen ein anhal-tendes, hörbares Aufbrausen hervor, heben die festen Theile der Früchte indie Höhe und bilden einen dicken Schaum, den sogenannten Gäscht, der ausdem in einen andern Instand übergegangenen Gährungemittel und den zä-hen Theilen besteht. Allmäiig läßt das Aufbrausen nach, und der Gäschtsetzt sich zu Boden. Die Flüssigkeit wird jetzt in Fässer abgelassen, und istnun der Wein. Dieser fährt zwar in den Fässern noch fort zu gähren,aber die Gährung ist langsamer, weil der größte Theil der zur Gährungbeitragenden Stoffe schon zerstört ist, wodurch er noch an Weingeistgehaltgewinnt, welcher seinerseits die Abscheidung des Weinsteins und der Hefenbewirkt. Da der Farbestoff der rothen Weine in den äußern Hülsen enthal-ten ist, so werden aus diesen nur dann rothe Weine erhalten, wenn man,wie erwähnt, den Most mit den Trebern der Gährung unterwirft, wo-durch nämlich der Farbestoff ausgezogen wird. Wenn man aber den Saft,gleich nachdem die Frucht zerstampft ist, abgießt, und in Fässern zur Gäh-rung hinstellt, so erhält man auch aus rothen Trauben weißen Wein.

Die moussirenden Weine werden dadurch erhalten, daß man in denauf Fässer gezogenen Weinen die Gährung nicht ganz zu Ende gehen laßt,sondern sie vorher in Flaschen füllt. Die Kohlensäure wird dadurch ge-zwungen, sich in dem Weine aufzulösen, und übt dann zugleich auf dieFlüssigkeit emen solchen Druck aus, daß die Gährung aufhört. Beim Oeff-nen der Flasche erregt die große Menge Kohlensäure den perlenden Schaum;auch beginnt jetzt in der Flüssigkeit die zurückgehaltene Gährung wieder.

Die süßen Weine iverden in Spanien, Italien, im südlichen Frankreich,