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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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1016
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Viola. Die Blumen. Veilchenblumen.

Viola ««lorata I^inn. Eine ausdauernde in Wäldern wildwachsende, in Gärten häufig gezogene Pflanze.

Die Blumen mit einem gesperrten, fünfblättrigen Kelche,fünfblättrigen, großlippigen, gesättigt blauen Blumenkrouen, vonsehr angenehmem Gerüche.

Vi'ols oäorsts I.INN. Das wohlriechende Veilchen.

Abbild. Duffeld.Samml.il. 7.; Hapne lll. 2 .

Classe und Ordnung wie bei der vorigen.

Diese allgemein bekannte Pflanze, deren tief violettblaue wohlrie-chende Blumen sie von der Viola csnina (Hayne lll. z.) und der V.Ilirta (Hapne lll. 1 .), deren Blumen zwar größere Blumenblätter haben,aber viel blasser und geruchlos sind, leicht unterscheiden lassen, wächstdurch ganz Europa in schattigen Wäldern, in Obstgarten, an Zäunenund auf Wiesen. Ihrer wohlriechenden Blumen wegen wird sie auch inGärten gezogen, wo sie auch mit gefüllten Blumen angetroffen wird.Sie ist eine von den ersten Blumen, welche den Frühling ankündigen.

Nach Du bac's Bemerkungen über Veilchensast und Veilcbentinctur(Trommsd. I. VIll. i. S. S8o.) hat Pagenstecher (Buchn.Repert.XlV. S. 219. und Berl. Jahrb. XXV. i. S. 197.) eine Untersuchungdes Aufgusses der Veilchenblumen angestellt und gefunden: Pflanzen-eiweiß; einen blauen Farbestoff, der von den essigs. Bleisaizen nicht ge-fällt wird, und die Eigenschaft besitzt, von Schwefelwafferstoffgas völligentfärbt zu werden; einen hochrothen sauren Farbestoff, der die Lösungdes Dleizuckers blaugrün fallt; einen violettrothen Farbestoff, der inder Lösung des Bleizuckers keinen Niederschlag bewirkt, hingegen diedes basischen essigs. Bleioxyds grüngelb niederschlägt; ferner Gummi;krystallinischen Zucker, Schleimzucker, Kalk-nnd Kalisalze.

B ou llay (Kastn. Archiv, k. 4. S. 478. und Buchn.Repert.XXXk.S. 87.) fand, daß das wohlriechende Veilchen einen eigenthümlichen,bitteren, scharfen, giftigen, dem Emetin der Ipecacuanha ähnliche» er-tractartigen Stoff als wirksamen Bestandtheil enthalte, welches er mitdem Namen Vivlin bezeichnet. Die kräftigen giftigen Eigenschaftendieser Substanz sind von Orfila bestätigt worden. Dieses Princip be-findet sich sowohl in der Wurzel, als in den Blättern und Blumen, ja selbstin den Saamen des wohlriechenden Veilchens. In jedem dieser Tlieile istes mit andern Pflanzenstoffen verbunden, die seine Wirkung auf den thie-rischen Körper abändern. Anfangs erhielt Boullay dasselbe in einem dembraunen Emetin ähnlichen Zustande; es zeigte auch mit demselben sehrübereinstimmende Eigenschaften, nur mit dem Unterschiede, daß sich stattder in dem Emetin befindlichen Gallussäure bei diesem Aepfelsänre vorfand.

Boullay hat außerdem tz; den Blumen des wohlriechenden Veilchens