VlSoum ülbum
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die Gegenwart von Ammoniak nachgewiesen, und dieses zur ErklärungdeS Farbezustandes der Blumen und dessen Veränderung benutzt. FreiesAmmoniak sowohl als an Säuren gebundenes ist in einer großen An-zahl Pflanzen bei voller Vegetation vorgefunden worden. CvncentrirtesdestillirteS Wasser von LkienopoSium Vulvsri» enthält kohlens. und essigs.Ammoniak, ja die Ausdünstungen dieser Pflanze haben sich ammoniakhal-tig gezeigt; ferner Ysop, Wegebreit, Lattich, Lindenblüthen u. s. w.
Gewöhnlich werden die von den Kelchen befreiten Blumen der Veilchenim frischen Zustande mit Wasser übergössen (wozu man sich zinnernerGefäße zu bedienen pflegt, wodurch die Farbe deS Aufgusses schöner undbeständiger wird, vhue daß wir eine hinreichende Ursache dafür angebenkönnen), und aus dem colirten Aufgüsse der Veilchensyrup bereitet. DieBlätter der eben aufgeblühten Blume geben die dauerhafteste und zugleichschönste Blumenfarbe; von etwas älteren Blättern ist die Tinctur schon et-was mehr ins Rothe sich ziehend, und die Farbe vergänglicher; die nochältern Blätter geben eine schmutzigblaue Tinctur, die am schnellsten ihre Farbeverliert. Alkohol mit Veilchen digerirt, macht sie ganz weiß, ohne sich selbstzu färben. Säuren verwandeln die blaue Farbe in die rothe, Alkalien indie grüne, daher auch der Veilchensast als Reagens hierauf benutzt wird.
Vi8vrrm slbum. Mistel.
Viscum slbuin Ein kleiner Schmarotzerstrauch der
Eiche, Buche, Linde, Fichte und anderer Baume.
Die jüngern, gabelförmigen, bei ihrem Ursprünge ringförmig-gegliederten Aestchen mit grün-gelblicher Oberhaut, zugleich mitden gegenüberstehenden, länglichen, stumpfen, ganzrandigen,ledcrartigen, gelbgrünen Blättern.
Vi-cum »Ibuin lchnn. Der weiße oder gemeine Mistel.
Abbild. Hahne Arzn.Gew. IV. 24.; Düsseld. Samml. II. i4.
sexual. LI. XXIl, Orfl, 1. Dioeoi» Veirsnclri»,vick. uMursI. Oorsutbeae äu-r. (Lsxrikolia su-s. gen.)
Der weiße Mistel wird fast durch ganz Deutschland, überhaupt durchganz Europa angetroffen, und wächst auf den Stämmen und Besten vielerWald- und Obstbäume, deren Saft er aussaugt, als Linden, Schlehen,Espen, Weiden, Birken, Ahorn, Roßkastanien, Eschen, Aepfel-, Birn-und Pflaumenbäume rc.; auf Eichen haben ihnTrommsdvrffund auchL in k nie gesehen. Die Stengel sind aufrecht, holzig, von der Dicke eineskleinen Fingers, 1—2 Fuß hoch, und in zahlreiche, auseinander gesperrte,gabelförmig gegenüberstehende, runde, etwas rauhe, gegliederte, oft zu 2,Z und 4 aus einem Punkte entspringende und nach allen Seite» ausgebrei-tete Aeste getheilt. Die gegenüberstehenden immergrünen Blätter sind stiel-los, aufrecht, abstehend, steif, etwas dick, auf beiden Seiten glatt, mit 3