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oder 5 schwachen Nerven durchzogen. Die Blütheg stehen an den Sichtzen und in den Theilungswuikeln der Stengel und der Äeste zu 2 oders beisammen in fast viereckiger Blumenhülle, sind stiellos und grünlich,gelb. Die Fpucht ist eine kugelrunde, glatte, weiße, fast durchsichtige,einfächerige, einen herzförmigen, zusammengedrückt,, stumpfen Saamen-kern enthaltende, und mit schleimig-klebrigem Safte angefüllte Beere.
Die Blüthezeit des weißen MistelS ist Februar bis April, die derFruchtreife Ostober bis December.'
Die officinellen Stengel und Zweige sollten sonst vorzüglich von denEichen genommen werden, daher Eichenmistel, Viroum gu-r-inm r.gueroinum. Zm frischen Zustande haben sie einen ekelhaften, harzigenGeruch und etwas zusammenziehenden Geschmack. Durch das Trocknenvergeht der Gerqch, und der Geschmack wird bitterlich, etwas zusammen-ziehend. Man sammelt den Mistel, dessen frische Rinde, vorzüglichaber die Beeren, eine große Menge einer eigenthümlichen klebrigen Ma-terie enthalten, im December, und hebt das gleich nach dem Trocknendavon bereitete Pulver in fest verstopften Gläsern auf. Der Mistel stand,vormals gegen Epilepsie in großem Ansetzn. . '
Henry (Geiger's Magaz. Oktober 1824 . S, so.) bat die Beerenvon dem an Aepfelbäumen wachsenden Mistel untersucht, und besondersdie in ihnen befindliche klebrige Materie. Diese ist unauflöslich in Wein-geist, Aether, fetten und ätherischen Oelen und in Essigsäure. Wasserbildet damit eine fiebrige undurchsichtige Flüssigkeit, aber aufzulösen ver-mag es dieselbe weder in der Kälte noch in der Wärme; bei Concentri-rung der Flüssigkeit wird sie klebriger, erhält aber nie eine gallertartigeBeschaffenheit. Alkalien lösen dieselbe auf, verändern sie aber «sich zu-gleich; durch Salpetersäure wird sie zu Oralsäure verwandelt. Sie be-steht aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff, enthält keinen Stick-stoff, weshalb sie quf Kohlen auch keinen thierischen Geruch verbreitet,Die einzige Substanz, der sie sich in etwas nähert, ist der unlöslicheSchleim einiger Gummiarten (Bafforin), sie unterscheidet sich aber davondurch ihre gänzliche Unlvslichkeit in heißem Wasser, auch dadurch, daß.sie mst der Salpetersäure keine Schleimsäure cMilchzuckcrsäure) bildet.
Auch Funke (Taschenbuch für 182s. S. ho.; Buchn. Repert.XIll.S. 86 .) untersuchte den Mistel, und fand in 100 Th. frischer Beeren:Schleimstoff, der innigst mit dem Farbestoffe zusammenhängt, und sichnur durch vieles Wasser abscheiden läßt, 10; Faser, Häute und Saamenmit grünem Weichharze 10; wäßrige Feuchtigkeit 80. In her getrockne-ten Pflanze: Hqrzstoff 2 , 5 ,; Schleimstoff 65,0; Ertractivstoff mit essigst'Salzen und nüt prädominirender Säure Z,n; Faserstoff 27 , 5 .
100 Th. Asche der Mistelpflanze enthielten : schwefelst Kali 6 ; salzstKali 0,5; kohlenst Kali 19 , 0 ; Kieselerde 1,5; Phosphors. Kali homsTalkerde 45 ,o. Merkwürdig ist der große Gehalt an Phosphors. Kaliund an Talkerde, sowie die gänzliche Abwesenheit der Metallorpde.