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I. Band.
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Beschreibende Darstellung des Sonnensystems. 223

seiner großen Nähe an der Sonne bewegt er sich unter allenPlaneten am schnellsten/ legt in der mittlern Geschwindigkeit jedeSekunde K/7 Meilen zurück und vollendet seine Bah»/ die nahe 7<>gegen die Ekliptik geneigt ist/ in Beziehung auf die Fixsterne in87/gM/ auf die Nachtgleichen in 87/^ Tagen. Die synodischcUmlaufszeit währt ils/z- Tage. Obwohl an Volumen 25malkleiner als die Erde/ hat er doch eine nur spinal geringere Masse/da er etwa 4mal so dicht/ als die Erde/ beinahe so dicht als Goldist. Die dichtesten Metalle/ welche bei uns so sparsam vorhandensind / mögen wohl die hauptsächlichsten Bestandtheile des Merkursbilden. Die Körper fallen auf dem Merkur in der ersten Sekundet4/i Fuß. Sein scheinbarer Durchmesser beträgt in der Erdnähenur 12"/ in der Erdferne etwa 4". Die Bewohner Merkurssehen die Sonne im Durchmesser 2>/Mal/ der Oberfläche nach etwa7mal größer als wir/ und erhalten demnach auch 7mal so vielLicht von ihr. — Merkur erscheint hellweiß / von intensivem / imFernrohr blendenden Lichte. Doch ist er/ da er sich immer ingroßer Nähe bei der Sonne befindet und von dieser im Mittelnur um 23° östlich oder westlich abweicht/ mit freiem Auge schwerzu sehen. Wenn er westlich von ihr steht / steht man ihn nurMorgens kurz vor Sonnenaufgang am östlichen Himmel/ stehter östlich von ihr/ Abends bald nach Sonnenuntergang am west-liehen Himmel/ immer also im Dämmerlichte und nahe am Ho-rizont. In der Sonnenferne kann die größte Abweichung des M.wegen der bedeutenden Exeentrität seiner Bahn bis auf 29» steigen.Am besten ist er etwas näher bei seiner untern Konjunktion mitder Sonne in 15» bis 1.8« Entfernung von derselben zu sehen. M.zeigt uns Phasen/ wie der Mond. In seiner obern Konjunktiv»/wo er am weitesten von der Erde entfernt ist und die Sonne ge-rade zwischen ihm und uns steht/ erscheint er als kreisrundeScheibe; in seinem ersten Viertel ist nur seine westliche Halbkugelbeleuchtet; in seiner untern Konjunktion/ wo er gerade zwischenSonne und Erde/ letzterer also am nächsten steht/ kehrt er unsseine unbeleuchtete Hälfte z»/ ist also ganz unsichtbar; in seinemletzten Viertel/ wo er im Westen der Sonne steht und Morgen-stern ist / ist seine östliche Halbkugel beleuchtet. —Die verwascheneBeleuchtungsgrenze/ die plötzlichen Aufhellungen und Verdunk-lungen mancher Gegenden erklärte Schröter durch Wolken auf M-/die also nothwendig eine Atmosphäre desselben voraussetzen. Diein der Tabelle angegebene/ jener der Erde fast gleiche Notations-zeit M.'s wurde durch Schröter aus -er periodischen/ vermuthlichdurch hohe Polarbcrge bedingten Aenderung der einen Spitze derbeleuchteten Sichel bestimmt. Die Tageszeiten sind demnach jenender Erde beinahe gleich; die Jahreszeiten sind bei der nur wenig