244 Allgemeine Naturgeschichte, ui. Buch.
manchmal nebelartige Umhüllungen im Grunde tiefer Krater.Auch sah mall -ei totalen Sonnen- und Mondfinsternissen um denMond ein aschfarbenes Licht/ einen hellen Ring / eine Flammen-röthe/ was gleichfalls auf eine Atmosphäre deutet. — Hingegenbemerkt Gruithuiscn auch/ daß es merkwürdiger Weise Gebildeauf der Mondfläche gebe/ die bei allen Stellungen der Sonnedurchaus ihre Gestalt nicht ändern. So sehr veränderlichen Glanzund Umfang der Mondberg de la Hire zu Schrötcrs Zeit zeigte/und unter mancherlei Gestalten erschien/ so konstant,sei er jetzt( 1832 ) in allen diesen Dingen unter allen Librations- und Er-lcuchtungsumständcn: aber er habe jetzt nicht mehr die scheinbareGröße wie ehemals / und in der Mitte eine überaus augenfällige/dreieckige Höhlung/ die Schröter an ihm gar nie sah. Schröterschrieb den größten Theil seiner Veränderungen atmosphärischenEreignissen zu; jetzt müßen diese sich also nicht mehr wiederholen.Auf gleiche Weise sehe Gruithuisen unter, allen Stellungen derSonne gegen das von ihm entdeckte sensenähnliche Wallgebildeim Süden des Pikard/ oder gegen das im Mondflecken Grimaldibefindliche/ an den Enden mit kuppelähnlichcn Erhöhungen ge-zierte Wallwerk/ diese Gebilde immer wieder in derselben Gestalt/wie sie von ihm zum erstenmal gesehen wurde. (Bode's asironom.tzahrb. für 1820 . Tab. i. F. 2.) Andere 'Mondbcrge zeichnetensich im Gegentheile täglich durch andere Gestalt aus/ so der seitSchrötcrs Zeit total veränderte Berg / (Selenot. Fragm. «->d. 2t/23 / äo e) welchen Schröter auch scheinbar veränderlich fand. —Ein großer Theil dieser Veränderungen ist nach Schröter undGruithuisen atmosphärisch. Eine reguläre Gestalt bleibt auch beiveränderter Libration oder Beleuchtung gleich rc. (Neue Analekt.2tcs Hft. S. 7. ff.) — Der neu entstandene Krater/ welchenSchröter beim Flecken Hcvel sah/ der vom selben oft beobachtetelängliche Berg im dk»re cr>Zun>, welcher plötzlich rund mit einem2/4 Meilen breiten Krater/ nach einem Monat jedoch wieder läng-lich ohne Krater erschien/ lassen sich vielleicht auch auf atmo-sphärische Ursachen zurückführen. — Schon ein oberflächlicher An-blick des Mondes zeigt die Spuren außerordentlicher Zerstörungenund Umwälzungen/ mögen diese nun erfolgt sein durch Einsturzzahlreicher Metcorkugcln / oder nach Schröter u. A. durch voninnen heraus wirkende Kräfte / welche allgemeine Turgeseenz undan vielen Stellen Eruptionen / hiedurch Schmelzungen und Ver-zinsungen hervorbrachten/ und spiegelnde Flächen (so vielleicht indem durch seinen besondern Glanz bekannten Aristarch) bildeten.Lichtcrscheinungen / welche Manche auf Vulkanität bezogen/wurden im M. öfter beobachtet. So sahen Halley und W. Her-schcl Blitze; Letzterer in der Nachtseite einst einen hellleuchtenden