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I. Band.
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270 Allgemein« Naturgeschichte. III Buch.

Seite der Erde zu / und von der beleuchteten Seite ist jetzt dieKonkavität gegen die Sonne gekehrt. Beträgt der dunkle Theilgenau wieder die Hälfte/ so steht der Mond in der zweitenO.ua-dratur oder im letzten Viertel/ was nach 22/z Tagen eintritt/ undgeht um Mitternacht auf/ um Mittag unter. Im letzten Oktan-ten/ 3 ^/j Tage vor dem Neumonde erscheint er wieder als schmaleSichel/ deren Höhlung nun rechts oder westlich gewendet ist. DieStellungen beim Neu- und Vollmond nennt man auch Syzygien.—Fiele die Bahn des Mondes mit der Ekliptik zusammen / so müßte derMond jedesmal zur Zeit des vollen Lichtes von der Erd-/ die zudieser Zeit zwischen ihm und der Sonne steht / verfinstert werden.Da aber seine Bahn mit der Ekliptik einen Winkel von 5 ° bildet/so geht er meistens über oder unter dem Schattenkegcl der Erdeweg. Nur dann wird er verfinstert/ wenn er beim Vollsein zu-gleich nahe bei seinem Knoten ist/ was im Mittel in 18 Jahren2 smal geschieht/ wobei dann die Finsterniß eine totale.oder par-tielle sein wird.— Steht der Mond/ was im Neulicht der Fall ist/in derselben Gegend des HimmclS/ wie die Sonne/ und bewegtsich nahe genug bei der Erde vorbei/ so verdeckt er allen Erd-bewohnern / deren Gesichtslinie nach der Sonne durch ihn unter-brochen wird/ diese letztere. Geht er mitten durch die Sonne/ sokann er sie/ wenn sein scheinbarer Durchmesser eben größer ist/ganz bedecken oder eine totale Sonnenfinsterniß veranlassen;bei eben kleinerem Durchmesser bleibt noch ein Ring von der Sonneübrig und es entsteht eine ringförmige Finsterniß. Geht ernicht mitten durch die Sonne/ so entstehen andere partielleVerfinsterungen.

In Folge der Refraktion oder Brechung/ welche die Licht-strahlen in unserm Luftkreis erleiden (vgl. S. 17 -i)/ sehen wir Sonneund Mond/ so wie die übrigen Gestirne an andern Stellen desHimmels/ als die sie wirklich einnehmen. Nur Gestirne/ welche imZenith stehen / erleiden keine Refraktion ihrer Lichtstrahlen undwir sehen sie daher am wahren Orte; je weiter ein Stern vomZenith entfernt ist / desto größer wird für ihn der RcfraktionS-Winkel / bis er im Horizonte 0° 33/ erreicht. Die Größe der Re-fraktion ändert sich auch mit dem DichtigkeitS- und Temperatur-zustand der Atmosphäre. Mittelst der Refraktion erscheinen die Ge-stirne schon über dem Horizont/ wenn sie wirklich noch unterdemselben stehen/ und dieses geht so weit/ daß z. B. die Sonnein den Polargegendcn der Erde schon Tage / ja Wochen lang überdem Horizont gesehen wird/ ehe sie noch über ihn emporgestiegenist, und eben so lange noch über demselben verweilt / wenn sie inder That schon untergegangen ist. Durch die Horizontalrcfraktio»