Von der allgemeinen Gravitation d. Himmelsk. 273
sehr kleinen (nach der Dichtigkeit der Materien ungleichen)Entfernungen aufhört und aus deren verschiedener Modi-fikation der Aggregatzustand der Körper abgeleitet wird, vonder in unermeßliche Ferne wirkenden, von aller Verschie-denheit der Materie unabhängigen Gravitationskraft.Wenn aber nun die letztere ihren Grund nicht in der Materiehaben kann, wo soll sie ihn denn sonst haben, als injener geistigen Einheit, die jedem Weltkorpcr zu Grundeliegt, und von welcher die Masse, die ihn bildet, selbst nureine Folge und ein Ergebniß ist? Darum konnte Newtonbeweisen, daß bei der Wirkung seines Gesetzes,die Anziehung der Weltkörper auf außer ihnen lie-gende Körper sich so verhalte, als wäre ihre an-ziehende Kraft (die nach ihm, welchem die physischen Er-fahrungen der neuern Zeit noch verborgen waren, jedem Ele-mente ihrer Masse zukommen müßte) im Mittelpunkte derKugeln vereinigt. — Man wende nicht ein, daß auch beiSchrotkörnern, Waffertropfen u. dgl. runde Gestalten ent-ständen, als Wirkung der Anziehung ihrer Atome, ohne daßhier an ein geistiges, sie zum Ganzen verbindendes Prinzipzu denken wäre. Die Weltkörper zeigen außerdem Erschei-nungen ganz anderer, höherer Art, welche sich durch geordnetesEinherziehen im Raume, durch harmonische Beziehungen auf ein-ander und z. B. in unserem Sonnensysteme durch allmäligesWachsen der Entfernungen nach einem bestimmten Gesetz, undVerbindung aller zu einem organischen Ganzen ausgesprochenhaben. Sollte auch die Gestalt der Weltkörper aus der Mole-knlaranziehung begreiflich werden, so scheint die Gravitationeine Kraft zu sein, die ihnen als Individuen zukommt. Aller-dings wirkt sie um so intensiver, je gewaltiger die Masse einesWeltkörpers ist: aber nicht, weil in dieser der erste Grundhievon liegt, sondern weil die Massen der kosmischen Orga-nismen selbst nur das Resultat des jedem eigenen Quantumsvon anziehender Kraft sind, mit welchen die sie durchdringendenimmaterialen Einheiten bei ihrer Entstehung wirkten und fort-während wirken. Es ist klar, daß es für die Berechnungdieser Kraft und ihrer Wirkung gleichgültig ist, ob sie als
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