286 Allgemeine Naturgeschichte, ill. Buch.
dem Vorhandensein eines Aethers folgende Verhältnisse berührt;z. B. die Begrenzung der Planetenatmosphären/ Bildung derKometenschweife aus Widerstand des gegen die Sonne dichterwerdenden ActherS/ Ursache des größer» Glanzes eines Kometen inder Sonnennähe/ erklärt aus der Rotation des Kometen undPression seiner Atmosphäre. Balz sagt/ es scheine außer Zweifel/daß die Ncbelatmosphäre des Kometen von 1828 zwei Monatenach seinem Erscheinen auf den tk/ 750 tcn Theil ihres ersten Um-fangs reduzirt worden sei; daß durch Annahme eines ActherS sichdie Besonderheiten seiner letzten Erscheinung sehr gut erklärenlassen; daß/ wenn man dessen Dasein nicht annimmt/ man dieGrundlage aller physikalischen Wissenschaft: Uebereinstimmung derErfahrung mit der mathematischen Theorie/ selbst angreift/ undsomit im Widersprüche mit der Wahrheit steht. Nach Valz'sBerechnung würde ein hypothetischer Komet/ welcher in der Ent-fernung der Erde von der Sonne eine Nebelhülle hätte/ diean Durchmesser gleich der Erde diesen — t gesetzt wäre/ imPeri-helium des Merkur nur noch O/o^/ in dessen Aphelium v/gj,^/in der Entfernung der Venus 0/Mggz/ hingegen des Mars schon2 /st,/ des Jupiter 9 /zgg/ des Uranus 14 /,^ Durchmesser haben.Ueber den Widerstand des Mediums/ welchen die Weltkörper iinHimmelsraume leiden/ vergl. auch GruithuisenS Aufsatz in seinenneuen Analekten/ 2 ten Bds. 2teS Hst. S. 28. Im iten.Hft. des2 tcn Bds. S. 9 — 34 sucht G. die „Universalität einer einzigenwesentlichen atmosphärischen Substanz über allen Oberflächender Weltkörper im Sternhimmel/ und in den Räumen zwischendenselben" zu beweisen. Er tritt MelanderhjelmS Annahme bei/daß alle Atmosphären der Weltkörper von einerlei Art und Be-schaffenheit seien/ und behauptet/ daß die wesentlichen Bestand-theile der Universalatmosphäre/ wie bei uns Sauerstoff undStickstoff/ die unwesentlichen die Metalloide und Metalle seien/aus welchen die festen Theile der Wcltkörper gebildet wurdenund noch gebildet werden/ und daß die Gesammtheit all dieserStoffe sich durch das Wort Acther ausdrücken lasse. Durch Elek-trogalvaniSmuS werde dieser brennend und leuchtend/ und erscheineals ZodiakalscheiN/ als Kometen- und Sternnebellicht. Wo nurimmer das Fernrohr hinreiche/ fänden Kombustionsprozesse derStickstoff-Saucrstoffatmosphäre im ganzen Weltraum statt/ dieuns als Nebelflecken stchtbar würden/ und manchmal/ wie ;. B.der Nebel im Orion/ große Veränderlichkeit zeigten.— G. bemerktsehr richtig/ daß/ da Alles was kein Licht spendet/ uns verborgenbleibe/ dieses auch mit dem chemischem Material der Fall sei/ worausdie Weltkörperanfänge entstehen. Sofern einen kosmogcnetischenAkt ein Oxydations- und KombustionSprozeß begleite/ könne er