29t» Allgemein« Naturgeschichte, m Buch.
deckung der 4 kleinen intermediären Planeten zur Wahrheiterhoben wurde. Schon oben theilten wir Comte'S Beweis fürdie Nichtexistenz eines der Sonne noch nähern Planeten innerderMerkursbahn mit. Sollte über Uranus hinaus noch ein Planetvorhanden sein/ so müßte seine Entfernung nach der angegebenenProportion des Wachsens/ wenigstens 776 Millionen Meilen betragen.Die Kometen von Halley und OlberS haben nun ihre Aphelienin dem Raume zwischen der Uranusbahn und der Bah»/ dieein noch entfernterer Planet beschreiben würde. Der Komet vonHallöy ist verkehrtläufig; alle Planeten und Monde stnd recht»läustg. Littrow glaubt/ daß diese beiden Kometen auch zur Zeitder Entstehung des Planetensystems steh schon jenseits der Grenzender damaligen Sonnenatmosphäre befunden habe«/ weil sonst dieBahn des Halley'schcn Kometen eine rechtläustge geworden oder erverschluckt worden wäre; daß er däher außer derjenigen Wirkungs-sphäre sich befunden habe/ in welcher Planeten entstehen konnten/und daß deßhalb über Uranus hinaus kein fernerer Planet mehrexistirc. (Wund. d. Himm. S. 362.) So wäre also nach unsernbisherigen Kenntnissen das System unserer Sonne als einabgeschlossenes und vollendetes anzusehen.
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Wir verweilten — vielleicht zu lange — bei einem Ge-genstände, welcher von hohem Interesse, jedoch seiner Naturnach der Beobachtung mehr als andere entrückt ist. Mehrals irgendwo tritt uns hier das Unendliche mit erschütternderGewalt, mit riesenhaften Verhältnissen in Masse und Zeitentgegen, und unser Geist, zu wenig beachtend die Beschränkt-heit der äußern Mittel, wohl auch die Grenzen seines Er-kennens, füllt die Lücken der Erkenntniß nur zu gerne, oftfast unbewußt, mit Vermuthungen aus. Diejenigen, welchedeßhalb zum Tadel geneigt sind, welche immer eine Beschrän-kung auf das Erfahrungsmäßige, auf das sinnlich stets Zu-gängliche fodern, mögen sich fragen ob sie denn im Bereichihres engern Kreises bereits alle Tiefen erschöpft, alle Zweifelgelöst, alle Hypothesen aus ihren Erklärungen entfernt haben?Nach unserer Meinung ist dieses keineswegs der Fall. Wennwir einmal vermögen, die Bildung eines Krystalls, oder dasWachsen eines Grashalms, — Verhältnisse., die man dochseit Jahrhunderten beobachtet hat und alle Tage beobachtenkann, — ohne Vermuthungen zu erklären, und sinnlich zu