Die Atmosphäre.
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abnehmend / so sieht man das sekundäre Mondlicht entgegengesetztsich verhalten. Zur wissenschaftlichen Begründung der Sache be-darf es aber noch näherer Beobachtung. — Daß die A. Lichtreflektirt und nicht absolut durchsichtig ist/ ist für uns von höchsterWichtigkeit. Ohne diesen Umstand nämlich würden wir nur dievon Sonne oder Mond unmittelbar beschienenen Gegenständeerleuchtet sehen/ alle andern im tiefsten Schatten/ und der grelleAbstand zwischen dem absoluten Schwarz des leeren Raumes undden hellen Lichtstrahlen würde vielleicht die Sehkraft zerstören.
Einen Einfluß des Mondes auf Witterung und atmosph.Zustände überhaupt nahm man seit den ältesten Zeiten an. Munckeerklärt sich entschieden gegen denselben/ so wie im Allgemeinengegen kosmische oder planetarische Einwirkung auf die A./ und auchgegen Einfluß des Mondes auf die organischen Wesen der Erde.Schübler hingegen (Untersuchungen über den Einfluß des Mondesauf die Veränderungen unserer A. rc. Lpzg. i830) erklärt sich ent-schieden für einen Einfluß desselben. Eugen Bouvard hat diesewie alle frühern Beobachtungen zur Anfertigung von Tafelnbenützt/ welche genau die Existenz einer barometrischen Periodezeigen/ deren Dauer mit dem Mondmonat zusammenfällt. DieWeite der Schwankung/ die Maxima und Minima derselben sindfast ganz so/ wie sie früher schon FlaugergueS bestimmte/ der fürseinen BcobachtungSort VivierS fand/ daß das Barometer imMittel am tt. Tage des Mondwechsels am tiefsten/ am 22 . amhöchsten stehe. Nach Schübler und Bouvard sieht man die Regen-menge und die Zahl der Regentage in Beziehung auf den Mond-einfluß mit dem Gange des Barometers übereinstimmen, (klnstnuc- 834 . 33 , )
Brunnengräber zu Florenz machten im Men Jahrhundertden Versuch / das Wasser mittelst einer Pumpe über 32 Fuß zuheben. Da hiebet zwischen dem Wasser und dem Kolben derPumpe ein leerer Raum entstanden war/ den das Wasser dochnicht ausfüllen wollte/ was es nach der Meinung der damaligenZeit/ (wo man der Natur noch einen l>-»-ror vacui, einen Abscheu vordem leeren Raum zuschrieb/ und demnach ein Bestreben / diesenauszufüllen) hätte thun müsse»/ so erholten sie sich bei Galilei/obwohl vergebens Rath. Erst fein Schüler Torricclli fand lkk3den wahren Grund hievon. Er kam zuerst auf den Gedanken/daß dieselbe Ursache/ welche das Wasser nur 32^ hoch treibe/ dastämal schwerere Quecksilber nur 27"/§ hoch treiben und haltenmüsse. Er schmolz eine 3 Fuß lange Glasröhre an einem Ende zuund füllte sie durchs andere offene mit Quecksilber/ verschloß letz-teres mit dem Finger und kehrte die Röhre um/ sie in ein Gefäßmit Quecksilber setzend. Das Quecksilber floß wirklich aus dem